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Cities: Skylines - Natural Disasters im Test - Zerstörung ja, Verbesserung nein

Mit Natural Disasters bringt Entwickler Colossal Order das nächste große Update für Cities: Skylines. Der Test verrät, ob es Katastrophe oder Glücksfall ist.

von Benjamin Danneberg,
03.12.2016 11:00 Uhr

Mit Katastrophen wie solchen Flutwellen kann der DLC Natural Disasters durchaus punkten.Mit Katastrophen wie solchen Flutwellen kann der DLC Natural Disasters durchaus punkten.

Sirenen heulen laut, und im Radio wird den Bürgern von Neu-Pompeji der in Kürze zu erwartende Einschlag eines Meteors gemeldet. Jeder soll sich so schnell wie möglich in die Schutzbunker der Stadt begeben. Billy Masterson rennt aus seinem Büro zum nächsten Haltepunkt für die Evakuierungsbusse. Er kann den Bus schon in einiger Entfernung sehen - nur bewegt der sich kein Stück, denn die gesamte Straße ist komplett mit Autos verstopft. Die Ultima Ratio naht: Der angekündigte interstellare Felsbrocken befreit die urbanen Lebensadern von ihrer akuten Verstopfung. Billy ist jetzt an einem anderen, hoffentlich staufreien Ort.

Mit dem neuen DLC Natural Disasters kommen Katastrophen in die Städte von Cities: Skylines. Kann das Update nach dem schwachen Snowfall-DLC wieder überzeugen? Wie der Test zeigt, nur zum Teil.

Städterdämmerung: So entstand Cities: Skylines (Plus)

Cities: Skylines - Screenshots zum DLC »Natural Disasters« ansehen

Paradies für Gaffer

Wie ein Citybuilder gespielt wird, wissen wir noch gut, schließlich ist mit Cities: Skylines im letzten Jahr die aktuell beste Städtebau-Simulation erschienen. Wir bauen Straßen, verlegen Wasserrohre, sorgen für Strom und weisen Wohn-, Handels- und Industriegebiete zu. Der prosperierenden Stadt spendieren wir dann noch jede Menge Dienstleistungen (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste usw.), öffnen Parks fürs seelische Wohlbefinden der Cims und managen den öffentlichen Personen-Nahverkehr.

Knapp verfehlt: Der Meteorit hat nur eine arme Bergkuppe erwischt. Die Natur wird sich davon aber wieder erholen.Knapp verfehlt: Der Meteorit hat nur eine arme Bergkuppe erwischt. Die Natur wird sich davon aber wieder erholen.

Mit dem DLC Natural Disasters bekommt unsere Stadt sieben Katastrophen serviert, angefangen beim Erdbeben bis hin zu Tsunamis. Die können wir in unseren selbstgebauten Städten jederzeit von Hand auslösen oder in fünf vorgefertigten und herausfordernden Szenarien gleich mal ausprobieren. Und sie sind echte Hingucker: Der Meteorit donnert mit Wucht einen Krater in den Boden und zerstört alles, was am Einschlagsort vorhanden war. Trifft er einen Fluss oder ins Meer, entsteht eine Flutwelle, die alles mitreißt, was nicht niet- und nagelfest ist.

Das große Wasser gibt's aber auch ohne galaktisches Steinewerfen: Wenn sich der Ozean stark zurückzieht, dann kündigt sich eine Riesenwelle an, die sich gewaschen hat. Oder eben die Stadt wäscht.

Ob Tsunami oder Tornado, sie alle bringen Cims um die Ecke und zerstören urbane Infrastruktur. Während der Meteorit, ein Erdrutsch (Sinkhole) sowie das Erdbeben alles komplett auslöschen, was sich im Zentrum der jeweiligen Katastrophe befindet, setzt ein Tsunami »nur« die Stadt unter Wasser. Beim Tornado werden Straßen und Häuser zerstört, es bleiben nur Schutthaufen zurück.

Bild des Schreckens: Nach einem Tornado müssen wir alles eigenhändig wieder aufräumen.Bild des Schreckens: Nach einem Tornado müssen wir alles eigenhändig wieder aufräumen.

Je nach Stärke der Katastrophe (es gibt eine Skala von eins bis zehn) ist der Wirkungsgrad höher - ein Tornado der Stufe zehn ist schon eine halbe Apokalypse für passionierte Städteplaner. Denn auch wenn sich die Natur von verbrannter Erde wieder erholt, müssen wir alles manuell aufräumen, reparieren, auffüllen.

Das machen wir einmal, zweimal, vielleicht auch dreimal. Aber wer findet denn Spaß daran, immer wieder alles von Hand neu aufzubauen? Dazu kommt noch ein Problem, gerade in größeren Städten: Wenn ein Teil der Stadt ausgelöscht wird, sind auch unsere Servicegebäude weg. Es ist mühselig, immer wieder herausfinden zu müssen, ob vorher dort vielleicht eine Schule oder eine Feuerwehr stand. Und wenn wir nicht aufpassen, fällt uns erst viel später auf, dass der Erdrutsch unsere U-Bahnlinie unterbrochen hat.

Katastrophen-Management

Neue Services und Gebäude sollen uns in Natural Disasters beim Katastrophen-Management helfen. Funkmasten, Wetterstationen oder Weltraumteleskope sorgen für Frühwarnung, damit ausreichend Zeit bleibt, um die Cims zu evakuieren. Zu diesem Zweck bauen wir Schutzräume, bevorraten diese mit Nahrung und Wasser und legen Fluchtrouten an. Letztere sind nur zusätzliche Buslinien, die von Evakuierungs-Bussen abgefahren werden.

Die Cims finden Schutz vor Katastrophen in solchen Schutzräumen.Die Cims finden Schutz vor Katastrophen in solchen Schutzräumen.

Nach einem Unglück muss der Katastrophenschutz die Schutthaufen erst nach Überlebenden durchsuchen, bevor wir auf den »Wiederaufbauen«-Button klicken dürfen. Wir können aber auch alles zeitsparend abreißen. Gegen extremen Wasserüberschuss in der Stadt haben wir einen Pumpendienst, der mit speziellen Fahrzeugen Häuser und Straßen trockenlegt. Da viele Straßen nach einem Desaster unbenutzbar sind, wurden für die Notdienste Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei Hubschrauber eingeführt. Per Richtlinie dürfen wir diese auch ohne Katastrophe in den Einsatz schicken.

Das gesamte Vorbeuge- und Reaktionspaket für Katastrophen ist gut gedacht und unter bestimmten Umständen funktioniert es auch gut. Da kommt sogar sowas wie echte Krisenatmosphäre auf. Doch der Frust lässt nicht lange auf sich warten, denn die neuen Spielmechaniken kollidieren mit alten Problemen.

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