Civil Attack - Browserspiel des Tages - Zeitintensive Action-Strategie

Im achten Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Action-Strategiespiel Civil Attack.

von Gerald Meyer,
05.09.2008 17:00 Uhr

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen jeweils wochentags um 17:00 Uhr Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im achten Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Action-Strategiespiel Civil Attack.

Am Anfang war das Wort: »Erobere feindliches Gebiet und versuche, deinen Sektor vor Angreifern zu schützen!« Somit wäre das Hauptziel von Civil Attack erklärt.

Wer andern auf die Nerven geht, wird umgelegt

Der Forschungsstammbaum – nur für eine große Bankennation geeignet.Der Forschungsstammbaum – nur für eine große Bankennation geeignet.

Leider ist das nicht so einfach, wie es sich anhört. Denn vorher müssen Sie einen Kleinstaat errichten, mit allem, was dazugehört, u. a. auch einer Streitmacht, die der Ihrer Mitspieler möglichst überlegen ist. Sie können allerdings auch einer Union beitreten und so Ihre Vormachtstellung erweitern. An kriegerischen Möglichkeiten und Mitteln wird Ihnen alles geboten, was auf dem Markt kreucht und fleucht: vom einfachen Soldaten über U-Boote bis hin zum Euro-Fighter, Panzerdivisionen oder Flugzeugträgern, um eine kleine Auswahl der insgesamt 16 Kriegsvariablen zu nennen. Außerdem errichten Sie 25 Gebäudetypen, die entweder zur Verteidigung, der Produktion oder der Forschung dienen. Diese sind alle in einem unendlichen Kreislauf miteinander verbunden.

Sie beginnen mit einigen Millionen in der Reserve und errichten erst einmal die Bauzentrale, um überhaupt weitere Möglichkeiten zur Expansion zu haben. Danach ziehen Sie das erste Kraftwerk und die Unterkünfte hoch, hiernach das produzierende und später das militärische Gewerbe.

Immer noch rüstig?

Das Bauzentrum: der erste Schritt in der Entwicklungspyramide.Das Bauzentrum: der erste Schritt in der Entwicklungspyramide.

Mit jedem Gebäude, das gebaut wird, steigt auch Ihr Strombedarf bzw. der Abbau von Rohstoffen. Ständiges Nach- und Aufrüsten ist somit angesagt. Haben Sie es geschafft, das Geheimdienstzentrum zu errichten, können Sie mit dem Ausspionieren Ihrer Gegner beginnen und eine eigene Taktik erstellen, um die Feinde so spektakulär wie möglich zu besiegen. Dazu gehören natürlich auch eine ausgereifte Streitmacht und Aufklärung – die müssen jedoch zuerst erforscht werden. Also investieren Sie Zeit und Geld in ein Forschungszentrum.

Das kommt nicht nur Ihren aktiven Streitkräften zugute, sondern auch der Einwohnerschaft. Denn ein warmes Zimmer oder ein Boiler zur Wassererhitzung wären für den Anfang auch nicht schlecht, da Sie höhere Mieteinnahmen erzielen. Haben Sie dann neben einer Wetterstation und Flugzeughangars schließlich auch eine eigene Bank und ein Handelszentrum gegründet und hakt es hier und da in Ihrem wirtschaftlichen System, darf gekauft und verkauft werden. Übrigens: Sie haben am Anfang genug finanziellen Spielraum und auch genug Rohstoffe, um sich die eine oder andere bauliche Fehlmaßnahme zu leisten. Gehen Sie taktisch in der richtigen Reihenfolge vor, wird Ihnen mit jedem Tick – der viertelstündlich erfolgt – Geld gutgeschrieben.

Ist Ihr waffenstarrendes Luftschlösschen inlandsstabil, rücken Sie mit Ihrer ureigenen Strategie den Mitspielern auf den Leib, um ihnen das Land undiplomatisch streitbar zu machen.

Fazit: Leider ist das Spiel für Anfänger weniger geeignet und noch dazu äußerst zeitintensiv. Daran ändern auch die Premium-Tickets nicht viel. Insgesamt läuft das Spiel auf fünf Servern, die alle für unterschiedliche Anforderungen konfiguriert worden sind, deren Einzelheiten Sie der Hilfe entnehmen können.
Bleibt nur noch zu sagen: »Mr. President, wenn ich um ein Tänzchen bitten darf?«

Name:

Civil Attack

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie/Action

Präsentation:

++++

Zugänglichkeit:

++

Spielspaß:

++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

sehr hoch

Lästerfaktor:

++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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