Cloud & Heat - Server-Abwärme zuhause für Heizung und Warmwasser

Ein deutsches Unternehmen bietet an, Server-Schränke in Gebäuden aufzustellen, deren Abwärme zum Heizen verwendet werden kann.

von Georg Wieselsberger,
16.11.2014 12:40 Uhr

Cloud & Heat nutzt Server-Abwärme für Warmwasser und Heizung.Cloud & Heat nutzt Server-Abwärme für Warmwasser und Heizung.

Das Unternehmen Cloud & Heat Technologies bietet vorrangig cloudbasierte Rechenleistung an, geht allerdings mit seinen Servern einen recht ungewöhnlichen Weg. So werden die Server in Gebäuden aufgestellt und die von den feuerfesten Serverschränken erzeugte Abwärme dann dort für Warmwasser oder zum Heizen genutzt. Laut dem Unternehmen können die Server in allen möglichen Gebäuden vom Einfamilienhaus über ein Mehrparteienhaus bis hin zu Gewerbe- oder Industriegebäuden eingesetzt werden.

Die Server sind als Ergänzung für ein vorhandenes Heizungssystem gedacht und müssen so auch nicht aufwändig gekühlt werden, wie es beispielsweise in einem Rechenzentrum der Fall wäre. Da die Systeme über Temperaturfühler gesteuert werden, werden die einzelnen Server nach der aktuellen Wetterlage betrieben. Das Gesamtsystem der Cloud kann mit der deswegen schwankenden Rechenleistung einzelner Server umgehen. Überflüssige Abwärme kann aber auch über Lüfter oder eine Kühlanlage auf dem Dach abgegeben werden. Cloud & Heat übernimmt sowohl die Energielieferung als auch Wartung und Instandhaltung der Server und verwendet laut eigener Aussage nur Strom aus erneuerbaren Energien. Für den Kunden fallen Kosten an, die mit »alternativen Heizsystemen« vergleichbar sind.

Laut der Webseite sind dies einmalig 12.000 Euro, danach übernimmt das Unternehmen alle Kosten für mindestens 15 Jahre und haftet auch für eventuelle Schäden. In diesem Zeitraum werden die Server alle drei bis fünf Jahre auf den neuesten Stand der Technik gebracht und ein Mal pro Jahr gewartet. Die Cloud-Server, auf denen die Daten redundant und verschlüsselt gespeichert sind, werden über das Internet verbunden und zu einem »virtuellen Rechenzentrum« zusammengeschlossen.


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