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Corsair HS1 - Surround-Headset im Test

Seit 1994 ist Corsair hauptsächlich für RAM-Module bekannt. Mit dem HS1-Headset testen wir Corsairs ersten Versuch im Audio-Bereich.

von Florian Klein,
17.12.2010 09:20 Uhr

Corsair produziert in der Regel keine günstigen Einsteigerprodukte. So auch beim ersten Headset dieses Herstellers: Mit einem Preis von etwa 90 Euro positioniert sich das Corsair HS1 in der beginnenden Headset-Oberklasse. Für diesen Preis erhalten Sie ein Stereo-Headset mit ohrumschließenden Muscheln und einem integrierten USB-Soundchip, der (virtuellen) Raumklang mit Hilfe von Dolby Headphone simuliert. Abstecken können Sie den integrierten Soundchip nicht, so dass sich das HS1 nicht alternativ per Klinke mit einer separaten (Onboard-)Soundkarte verbinden lässt.

Trage- und Bedienkomfort

Obwohl das Corsair HS1 sehr massiv wirkt und mit 340 Gramm relativ schwer ist, trägt es sich dank der sehr guten Polsterung auch nach Stunden noch angenehm.Obwohl das Corsair HS1 sehr massiv wirkt und mit 340 Gramm relativ schwer ist, trägt es sich dank der sehr guten Polsterung auch nach Stunden noch angenehm.

Auf den ersten Blick wirkt das HS1 sehr massiv, was vor allem den voluminösen Ohrmuscheln und dem dick gepolsterten Kopfbügel geschuldet ist. Die verwendeten Materialien sind allesamt hochwertig und stabil. Dank der guten Verarbeitung wirkt das HS1 absolut solide und dürfte auch heftigere Abstürze wegstecken. Allerdings ist das Headset mit einem Gesamtgewicht von 340 Gramm ziemlich schwer, die dicke Polsterung von Ohrmuscheln und Kopfbügel verhindert lästige und schmerzhafte Druckstellen aber auch bei ausgedehnten Spiele-Sessions. Dabei hilft der für die Polsterung verwendete Schaumstoff, der sich je nach anliegendem Druck mehr oder weniger verformt. Ebenso haben Brillenträger keine Probleme mit dem HS1, da die Bügel nicht in die Kopfhaut gedrückt werden. Die ohrumschließenden Hörer dämpfen Umgebungsgeräusche zwar spürbar, isolieren aber lange nicht so stark wie etwa beim Sennheiser PC 350. Unterhaltungen mit dem LAN-Party-Nachbarn sind trotz aufgesetztem HS1 noch möglich.

Corsair HS1 : Die recht klobige Kabelfernbedienung des HS1 sitzt zu weit vom Headset entfernt.Corsair HS1
Die recht klobige Kabelfernbedienung des HS1 sitzt zu weit vom Headset entfernt.

Der Tragekomfort überzeugt uns auf ganzer Linie, bei der Kabelfernbedienung hat sich aber ein Anfängerfehler eingeschlichen: Das kleine Kästchen zum Regeln der Lautstärke und Mikrofonstummschaltung ist einen guten Meter entfernt vom Kopfhörer am Kabel untergebracht. Sitzen Sie vor Ihrem PC, berührt die Fernbedienung fast den Boden und befindet sich außer Reichweite normal langer Arme! Zudem hat das Kästchen keine Klammer an der Rückseite, so dass es sich nicht an der Kleidung befestigen lässt. Wir behalfen uns im Test damit, die Kabelfernbedienung auf den Schreibtisch zu legen –dafür eignet sich die überlange Entfernung zwischen Headset und Fernbedienung bestens. Für einen eventuellen Nachfolger empfehlen wir Corsair aber, wie die Konkurrenz beim Logitech G35 oder Sennheiser PC 333, auf am Ohrhörer selbst untergebrachte Bedienelemente auszuweichen– die erreichen Sie sofort und intuitiv.

Klang Spiele

Die Raumklang-Simulation Dolby Headphone funktioniert mit dem HS1 hervorragend - besser ist nur ein 5.1-Lautsprechersystem.Die Raumklang-Simulation Dolby Headphone funktioniert mit dem HS1 hervorragend - besser ist nur ein 5.1-Lautsprechersystem.

Anders als die meisten Hersteller setzt Corsair beim HS1 auf 50-Millimeter-Lautsprecher. Gängig sind bei PC-Headsets 35- oder 40-mm-Modelle. Dadurch will das HS1 einen höheren Dynamikumfang erreichen, denn bei Lautsprechern bedeutet größer meist auch besser. Bei der ersten Hörprobe mit Battlefield: Bad Company 2 überzeugt uns der klar differenzierte Klang des HS1 auf Anhieb. Vielschichtige Klangkulissen entfalten sich sorgfältig separiert und leise Geräusche gehen selbst in heftigem Schlachtenlärm nicht unter. Dafür krachen Explosionen nicht ganz so brachial und Geschütze donnern nicht ganz so markerschütternd, wie wir erwartet haben. Denn das HS1 hält sich beim Bass überraschend zurück. Wir dagegen gingen davon aus, dass Corsair die 50-mm-Treiber vor allem für massive Tieftonattacken einsetzen würde. Stattdessen wirkt das HS1 in Spielen sehr ausgewogen und differenziert und verzichtet auf Effekthascherei beim Bass.

Das kommt vor allem der integrierten Raumklang-Simulation Dolby Headphone zu Gute. Die verändert Geräusche so, dass Ihr Gehirn meint, Sie kämen tatsächlich aus unterschiedlichen Richtungen, obwohl bei einem Stereo-Headset wie dem HS1 der Schall ja nur von links oder rechts kommt kann. Zugrunde liegt eine Technik, die sich zunutze macht, dass wir Geräusche auch im echten Leben mittels der unterschiedlichen Brechung der Schallwellen an unserem Kopf, Körper und Ohrmuscheln orten. Und gerade diese Simulation profitiert vom neutralen und differenzierten Klang des HS1, denn tiefe Töne lassen sich nicht orten. Sind diese nun stark betont, überlagern Sie teilweise die zur Ortung wichtigen Frequenzbereiche.

Entsprechend klingt das HS1 in Spielen sehr überzeugend räumlich und Sie orten Gegner problemlos und präzise. Die voluminösen Ohrmuscheln tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, da sie für ein Headset viel Luft zwischen Ohr und Lautsprecher lassen, was den räumlichen Eindruck begünstigt. Einen ebenbürtigen Raumklang erhalten Sie nur mit einer Soundblaster X-Fi sowie einem hochwertigen Stereo-Headset. Bei DVD- oder Blu-ray-Filmen gilt das gleiche wie bei Spielen– der räumliche Eindruck gelingt dem Corsair HS1 sehr gut.


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