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Corsair One Pro - Mini-PC mit GTX 1080 und Wasserkühlung

Der Corsair One Pro will im Test mit schneller Hardware, schicker Optik und einer Wasserkühlung punkten. Geht das Konzept auf?

von Nils Raettig,
20.07.2017 13:43 Uhr

Nicht nur die Form des Corsair One Pro ist im Test eher ungewöhnlich, sondern auch seine Kühllösung: Die Abwärme von Prozessor und Grafikkarte wird per Wasserkühlung abtransportiert.Nicht nur die Form des Corsair One Pro ist im Test eher ungewöhnlich, sondern auch seine Kühllösung: Die Abwärme von Prozessor und Grafikkarte wird per Wasserkühlung abtransportiert.

Der kompakte Mini-ITX-PC Corsair One Pro setzt im Test unter anderem auf eine sehr schnelle Geforce GTX 1080 von Nvidia und eine wartungsfreie Wasserkühlung für Grafikkarte und Prozessor. In Kombination mit dem eher schlichten, aber durch die ungewöhnliche zylindrische Form dennoch auffälligen Äußeren soll sich der PC damit sehr gut für das Zocken und für den Einsatz im Wohnzimmer eignen.

In unserem Test des One Pro steht neben seiner Spieleleistung vor allem die Frage im Vordergrund, ob die Wasserkühlung auf dem vergleichsweise kompakten Raum für ausreichend niedrige Temperaturen ohne eine (zu) aufdringliche Geräuschkulisse sorgen kann.

Preis, Lieferbarkeit und technische Daten

Wir testen den Corsair One in der Pro-Variante (siehe die folgende Tabelle), die über den Shop auf der Corsair-Homepage 2.499 Euro kostet. Der One Pro ist momentan außerdem über Amazon zu einem Preis von 2.450 Euro erhältlich.

Es gibt den Corsair One auch ohne Pro-Zusatz für 1.999 Euro. Die Grafikkarte ist in diesem Fall langsamer (GTX 1070 statt GTX 1080) und mit normaler Luftkühlung statt einer Wasserkühlung versehen, desweiteren sind die SSD sowie die HDD jeweils nur halb so groß (240 GByte statt 480 GByte beziehungsweise 1,0 TByte statt 2,0 TByte).

Prozessor

Grafikkarte

Nvidia Geforce GTX 1080 (8,0 GByte GDDR5X)

Arbeitsspeicher

16,0 GByte DDR4-2400

SSD

480 GByte (SATA 3)

HDD

2,0 TByte (SATA 3)

optisches Laufwerk

nicht vorhanden

Netzteil

Corsair SF400 400 Watt (SFX)

Besonderheiten

Wasserkühlung, LED-Beleuchtung (türkisfarben)

Anschlüsse

2 x USB 3.1 (1 x Typ-A, 1 x Typ-C)
3 x USB 3.0 (Typ-A) 2 x USB 2.0 (Typ-A)
2 x HDMI 2.0b 2x DisplayPort 1.4
1 x GBit-LAN
5 x Klinke
1 x S/PDFI (optisch)
1 x PS/2 Combo
WLAN (802.11a/b/g/n/ac)

Betriebssystem

Gewicht

7,4 kg

Abmessungen

176 x 380 x 200 mm (BxHxT)

Preis

2.499 Euro

Corsair One Pro im Detail

Frontanschlüsse Der HDMI-Anschluss in der Front soll es erleichtern, VR-Headsets anzuschließen. Wir hätten uns allerdings mehr als einen USB-Port sowie Audio-Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon gewünscht.

Anschlüss an der Rückseite Die meisten Anschlüsse finden sich auf der Rückseite des Corsair One Pro. Hier können außerdem die beiden mitgelieferten Antennen für den WLAN-Empfang angebracht werden.

Die optische Gestaltung des One Pro ist Corsair gelungen: Neugierige Blicke der Kollegen sind uns beim Testen immer wieder begegnet, die Kombination aus zylindrischer Form, kompakter Größe und hochwertigen Materialien weiß demnach zu überzeugen.

Die Front beherbergt neben dem Ein- und Ausschalter, einem HDMI-Port für den Anschluss eines VR-Headsets und einem USB 3.0-Port (Typ-A) nur noch zwei in türkis leuchtende (und abschaltbare) LED-Leisten. Abgesehen davon dominieren flache, mattschwarze Oberflächen die Optik.

Das schlichte Äußere wird lediglich an der Ober- und Unterseite durch breite Lamellen und an den Seiten durch kleine, dreieckige Öffnungen für die Aufnahme kühler Luft von Außen durchbrochen. Die Verarbeitung liegt gleichzeitig auf einem sehr hohen Niveau: Zu große Spaltmaße oder zu scharfe Kanten sind uns nicht begegnet, das Gehäuse wirkt durch relativ dicke Seitenwände außerdem sehr stabil. Das äußert sich auch im eher hohen Gewicht von 7,4 Kilogramm.

Auf der Rückseite finden sich die Anschlüsse des Mini-ITX-Mainboards (siehe die Tabelle zu den technischen Daten weiter oben) und die Videoports der GPU, die mit einer PCI-Express-Riser-Card montiert ist. Die Anschlüsse der Grafikkarte müssen wegen der zylindrischen Gehäuseform per Kabel im Inneren weitergeleitet werden. Würde man die Grafikkarte gegen ein anderes Modell mit beispielsweise drei statt zwei DisplayPorts austauschen, ließe sich der dritte DisplayPort also nur an der GPU selbst erreichen.

Apropos Austauschen: Das ist prinzipiell mit den meisten Komponenten des One Pro möglich, da Corsair größtenteils auf Hardware im Standardformat setzt. Zudem ist das Innere relativ schnell erreichbar, indem man per Knopfdruck an der Rückseite die obere Abdeckung samt 140-Millimeter-Lüfter und anschließend vier Schrauben entfernt. Man verliert aber seine (zweijährige) Garantie, wenn man selbst Komponenten austauscht. Durch den relativ begrenzten Platz ist das außerdem für weniger geübte PC-Schrauber nicht empfehlenswert.

Zwei kleine Wermutstropfen gibt es bei der Ausstattung. Einerseits nutzt Corsair den (nur schwer erreichbaren) M.2-Anschluss auf der Rückseite des Mainboards nicht für den Einbau einer schnellen PCI-Express-SDD und setzt stattdessen auf eine herkömmliche SATA-3-SSD im 2,5-Zoll-Format (auch wenn das in der Praxis meist kaum einen Unterschied ausmacht). Andererseits ist kein Thunberbolt 3-Port vorhanden.

Vorinstallierte Tools: Corsair Link Auf dem One Pro sind nur relativ wenige Tools wie Corsair Link zum Überwachen der Hardware vorinstalliert. Bei der Angabe für den CPU-Lüfter handelt es sich aber tatsächlich um die addierten Werte der beiden Pumpen der Wasserkühlung, mit dem vermeintlichen GPU-Kühler ist in Wahrheit der 140-Millimeter-Lüfter im Deckel des Gehäuses gemeint und der unter der GTX 1080 angegebene Kühler ist ein Radial-Lüfter für die Spannungswandler der Grafikkarte.

Corsair Utility Engine Die Vorinstallation der Utility Engine ist etwas kurios: Hier sieht man so genannte »Demos« zu nicht im Lieferumfang enthaltener Peripherie von Corsair wie der Scimitar-Maus oder dem K95-Keyboard. Man kann quasi virtuell Einstellungen wie die Beleuchtung dieser Hardware ändern. Ob die Einstellungen beim tatsächlichen Anschluss der passenden Geräte übernommen werden, konnten wir bislang noch nicht testen. Wirklich nützlich ist diese vorinstallierte Software aber so oder so nicht.

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