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Counter-Strike: Ein »Killerspiel«? - Counter-Strike und die Verbotsdebatte

Counter-Strike gilt Kritikern gewalthaltiger Spiele als das »Killerspiel« schlechthin. Warum ausgerechnet dieser Ego-Shooter – und warum ist es noch nicht verboten?

von Christian Schmidt,
23.06.2009 13:12 Uhr

Wenn in Deutschland die so genannten »Killerspiele« am Pranger stehen, dann fällt über kurz oder lang ein Name: Counter-Strike . Der Online-Shooter gilt einem Teil der Öffentlichkeit seit vielen Jahren als der Inbegriff des gefährlichen Computerspiels. Das hat drei naheliegende Gründe.

Das Szenario

Counter-Strike besitzt einen realitätsnahen Rahmen, es geht um ein Duell zwischen Polizeikräften und Terroristen. Dieser Spielhintergrund stammt aus der Zeit vor den Anschlägen des 11. Septembers und dem anschließenden »Krieg gegen den Terror«, gewann durch diese Ereignisse aber eine Aktualität und Relevanz, die bis heute anhält.

Die Darstellung

In Counter-Strike schießen Menschen auf Menschen. Dabei stellt das Spiel- zumindest in den englischen Versionen - auch Blutspritzer dar. Kritiker sehen darin eine Abbildung der Wirklichkeit, die auf Dauer die Hemmschwelle senken könnte, mit echten Waffen auf Menschen zu zielen.

Die Popularität

Counter-Strike ist das beliebteste Schießspiel der Welt. Die moderne Variante Counter-Strike: Source befindet sich seit ihrem Erscheinen im Jahr 2004 Jahr für Jahr unter den fünf bestverkauften PC-Spielen in Deutschland. Bis Ende 2008 hatten sich Counter-Strike und Counter-Strike: Source allein über den Handel rund 9 Millionen Mal verkauft; rechnet man den Online-Vertrieb über Steam ein, dürfte die Zahl um ein Vielfaches höher liegen. Im Internet spielen laut der Statistik von Gamespy weltweit zu jeder Zeit zwischen 100.000 und 200.000 Menschen Counter-Strike auf mehr als 10.000 Servern. Counter-Strike ist das wichtigste Spiel des E-Sports, also des professionellen Wettkampfs in Computerspielen. Hier werden auch die höchsten Preisgelder gezahlt; das beste CS-Team der Weltmeisterschaft World Cyber Games in Köln bekam letztes Jahr 50.000 Dollar.


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