CPU-Hersteller Arm - Keine Angst vor Intel

Der Prozessorhersteller Arm ist hauptsächlich für die Chips bekannt, die in vielen kleineren Geräten wie dem iPhone oder vielen anderen Handys eingesetzt werden. Doch mobiles Internet wird immer wichtiger.

von Georg Wieselsberger,
13.01.2010 10:34 Uhr

Doch genau die Bekanntheit, Leistungsfähigkeit und auch die hohe Energie-Effizienz von Arm-CPUs könnte ein Problem für Intel werden. Dort hat man schon lange erkannt, dass kleinere Geräte immer wichtiger werden, seien es Handys, Netbooks, Tablet oder E-Book-Lesegeräte. Doch Arm sieht sich für die kommende Auseinandersetzung mit Intel gewappnet und gesteht dem CPU-Giganten nicht einmal irgendwelche Vorteile zu.

In einem Interview mit dem IDG News Service sagte Arm-CEO Warren East sogar, dass Intel Jahre benötigen würde, beispielsweise im Smartphone-Bereich an Arm heranzureichen, falls dies überhaupt jemals gelinge. Auch die Roadmap von Intel sei nicht beeindruckend, denn auch bei Arm gehe der Fortschritt weiter. Man lizensiere jetzt schon die nächste Version der Prozessoren, die große Leistungsvorteile bringe. Als nächstes stünden 64-Bit und Virtualisierung an.

Auch die Behauptung, dass Intel zumindest in der Herstellung von Chips weit voraus sei, dementiert East. Dies träfe vielleicht auf Auftragshersteller wie TSMC oder Globalfoundries oder auch auf IBM zu, aber Arm habe das Design von 22nm-Strukturen bereits fertiggestellt. 32nm-Prozessoren würden dieses Jahr in großen Mengen produziert.

Auf Windows angesprochen, das es für Arm-CPUs wegen ihrer komplett anderen und x86-inkompatiblen Architektur nicht gibt, sagte East, dass das zwar ein Schub für Arm wäre, wenn Microsoft dies ändern würde, aber man sei darauf nicht angewiesen. Schließlich gäbe es auch Linux, dass immer mehr akzeptiert werde, gerade im Bereich des mobilen Internets.

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