Das Ende des PCs - Eine Gefahr für Entwickler und Software

Wieder einmal wird vor dem angeblichen Ende des PCs und vor den Folgen gewarnt, die der Untergang haben soll.

von Georg Wieselsberger,
17.01.2017 11:42 Uhr

Das Ende des PCs könnte auch für Entwickler unangenehme Folgen haben.Das Ende des PCs könnte auch für Entwickler unangenehme Folgen haben.

In einem längeren Artikel, der die Zukunft des Programmierens thematisiert, macht Infoworld elf Vorhersagen, von denen einige auch das oft zitierte Ende des PCs betreffen. So sollen Konsolen und viele andere Geräte den PC ersetzen und auf diese Weise den Markt für Programmierer fragmentieren. Das sei mehr als nur »ein langsamer Tod eines Formfaktors«, sondern auch das Sterben eines offenen und für Entwickler freundlichen Marktes.

Konsolen und App-Stores sind nicht offen

Als der PC noch neu war, habe jeder Programmierer seinen Code kompilieren, das Programm auf Disketten kopieren und ohne Mittelsmann direkt verkaufen können. Konsolen hingegen seien ein abgegrenzter Markt ohne offenen Zugang. App-Stores für Mobilgeräte seien etwas offener, aber trotzdem mit »Mauern« versehen, die den Entwicklern Grenzen setzen. Jeder Programmierer, der »eine falsche Bewegung« mache, könne rausgeworfen werden.

Das Ende des PCs werde auch bedeuten, dass Entwickler ihren eigenen Code nicht mehr so einfach mit anderen teilen können, weil es vielen nicht mehr möglich sein werde, die eigenen Programme zu kompilieren und laufen zu lassen. Noch sei das zwar nicht der Fall, weil fast jeder einen PC besitze, aber das werde sich langsam ändern. Ohne PC werde es wesentlich schwerer, einer neuen Generation das Programmieren beizubringen.

Benutzeroberflächen werden komplizierter

Auch auf Benutzeroberflächen werde sich das Ende des PCs auswirken, denn Entwickler könnten nun nicht mehr einfach davon ausgehen, dass ein Nutzer einer Webseite oder einer Software noch Maus und Tastatur verwendet.

Schon jetzt sei es kompliziert, weil ein Klick anders ausgewertet wird als eine Berührung eines Touchscreens, bei dem Nutzer außerdem unterschiedlich präzise sind und sich auch die Bildschirme in der Größe unterscheiden. Das werde sich in den kommenden Jahren noch schlimmer auswirken als jetzt schon.

Quelle: Infoworld

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