Das Internet der Dinge - Infizierter Kühlschrank verschickt Spam

Das »Internet der Dinge« soll alle möglichen Geräte vernetzen und mit einem Online-Zugang versehen, der neue Funktionen ermöglicht. Eine davon scheint das Versenden von Spam zu sein.

von Georg Wieselsberger,
20.01.2014 14:28 Uhr

Spam aus dem Kühlschrank hatte bisher eine andere Bedeutung. (Bildquelle: Flickr/AJC1)Spam aus dem Kühlschrank hatte bisher eine andere Bedeutung. (Bildquelle: Flickr/AJC1)

Zwischen dem 23. Dezember 2013 und dem 6. Januar 2014 wurden laut den Sicherheitsforschern von Proofpoint über ein Botnetz von infizierten Rechnern rund 750.000 Spam-E-Mails verschickt. Das alleine wäre nichts Neues, doch ungefähr 25 Prozent der Spam-versendenden Geräte waren kein Laptop, Desktop-PC oder ein Smartphone, sondern andere »Smart Devices«. Neben Multimedia-Systemen und Fernsehern mit Internet-Anschluss waren auch Küchengeräte dabei, unter anderem sogar ein Kühlschrank.

All diese Haushalts-Geräte fielen einem Angriff zum Opfer und wurden entdeckt, nachdem die Forscher die entsprechenden Internet-Adressen untersuchten. »Die Ergebnisse sprachen für sich selbst, als einige Adressen mit einer genauen Identifikation antworteten, mit bekannten, oft sogar mit Markennamen versehene Schnittstellen, Datei-Strukturen und Inhalten.«

Die meisten dieser Geräte seien schlecht konfiguriert oder verwendeten Standard-Passwörter, die sie zu einem leichten Angriffsziel machen. Die Forscher gehen laut BBC davon aus, dass solche Angriffe in Zukunft stark zunehmen werden, sobald sich »intelligente« Haushaltsgeräte mit Internet-Anschluss weit verbreiten. Die Nutzer dieser Geräte haben laut den Forschern praktisch keine Möglichkeit, eine Infektion ihrer Geräte zu erkennen oder gar zu beheben.


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