DDOS-Angriffe auf Battle.net, PSN & Co - Verantwortliche Lizard Squad angeblich verhaftet oder aufgelöst

Hinter den DDOS-Attacken auf mehrere Online-Dienste steckt angeblich eine Gruppierung, die es nun nicht mehr geben soll.

von Georg Wieselsberger,
31.08.2014 08:36 Uhr

Die angeblich für die zuletzt aufgetretenen DDOS-Angriffe verantworliche »Lizard Squad« will sich aufgelöst haben.Die angeblich für die zuletzt aufgetretenen DDOS-Angriffe verantworliche »Lizard Squad« will sich aufgelöst haben.

Die eventuell für die DDOS-Angriffe auf Dienste wie das Battle.net, das Playstation-Network und mehrere Online-Spiele verantwortliche »Hackergruppierung« Lizard Squad wurde angeblich verhaftet oder hat sich aufgelöst. Auf dem Twitter-Account der Gruppe wurde zunächst eine Mitteilung verbreitet, in der die Verhaftung von zwei Mitgliedern bekanntgegeben wird. »Sieht so aus, als hätten die Feds Komodo und Iguana erwischt. Ich glaube, ich bin der Nächste. Viel Glück, FBI«. Danach war einige Stunden Ruhe auf dem Konto, bis dann noch ein Link auf einen Abschiedstext veröffentlicht wurde.

Darin werden die Gründe für die Angriffe genannt. Zunächst wollte man einfach nur sehen, ob man es verhindern könne, erwischt zu werden und habe den »Nervenkitzel der Anarchie« erleben wollen. Auch wenn man als »organisierte kriminelle Gang« bis hin zu »absoluten Arschlöchern« bezeichnet worden sei, »wir sind in Wirklichkeit nur ein Haufen Leute mit zu viel freier Zeit«. Man auf »der Reise« neue Leute getroffen, neue Mitglieder gefunden und Neues gelernt. „Man hat versucht, uns zu treffen (und verfehlt). Wir haben bewiesen, dass, obwohl klein in dieser großen Welt, eine kleine Gruppe Freunde, die zusammenarbeitet, ohne rechtliches Nachspiel viel Chaos anrichten kann. Heute lösen wir uns auf, hinter den grünen Reptilien und dem anderen Bullshit, ob ihr es glaubt oder nicht, haben wir Leben, Dinge zu erledigen, Leute zu treffen. Goodbye«.

Ob das alles so stimmt, ist natürlich nicht bekannt. Allerdings hat eine andere Gruppe namens »Activist Revolution« nur drei Stunden vor diesen Mitteilungen über Twitter Links zu Listen mit vielen persönlichen Details samt Anschriften und Namen der Mitglieder der Lizard Squad im Internet veröffentlicht, darunter auch ein Chatprotokoll, über das IP-Adressen ermittelt wurden. Ob die DDOS-Angriffe der Pseudo-Hacker also »ohne rechtliches Nachspiel« bleiben werden, bleibt abzuwarten.


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