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Dead Space 2 im Test - Geschnitten oder am Stück?

»Teil 2 wird nicht mehr so krass!« hat Visceral Games für Dead Space 2 angekündigt. Nach unserem Test können wir das relativieren: Dieses Science-Fiction-Horrorspektakel ist immer noch krass genug.

von Fabian Siegismund,
25.01.2011 09:54 Uhr

Alles hat seine Grenzen. Ein Spiel kann tatsächlich zu gruselig sein. Und was hat ein Entwicklerstudio wie Visceral Games davon, einen der spannendsten Horror-Titel der letzten Jahre geschaffen zu haben, wenn viele Kunden das Gruseln gar nicht bis zum Ende durchhalten? Der Legende nach war das beim ersten Dead Space der Fall. Das haben angeblich viele Spieler stressbedingt abgebrochen, ohne den Schluss gesehen zu haben. Mit Dead Space 2 hat Electronic Arts den Adrenalinpegel deshalb ein stückweit runtergeschraubt. Weniger Schockmomente, dafür mehr geradlinige Action. Trotzdem ist Dead Space 2 immer noch gruselig genug. Und es fängt auch gleich mit einer echten Horrorvorstellung an.

Online Aktivierung
Um Dead Space 2 spielen zu können, müssen Sie den Titel einmalig über das Internet aktivieren. Dabei muss die DVD im Laufwerk liegen, nach abgeschlossener Aktivierung können Sie den Silberling aber bis auf weiteres in der Schachtel lassen. Sie dürfen Dead Space 2 fünf mal installieren, danach müssen Sie sich an den Kundendienst von Electronic Arts wenden. Der schaltet Ihnen dann weitere Aktivierungen frei.

Die Story

Was kann schlimmer sein, als inmitten von krallenbewehrten, mordlüsternen Monstern aufzuwachen? Na, zum Beispiel inmitten von krallenbewehrten, mordlüsternen Monstern aufzuwachen und dabei eine Zwangsjacke zu tragen! Das muss Isaac Clarke zu Beginn von Dead Space 2 feststellen. Die Ereignisse des Vorgängers haben ihn innerlich zerbrochen, und so findet er sich drei Jahre nach den Ereignissen auf der Ishimura in der Nervenheilanstalt der Weltraumstation »The Sprawl« wieder. Plötzlich bricht dort eine neue Necromorphen-Seuche aus: Die Menschen verfallen dem Wahnsinn, mutieren zu ekelhaften Monstern, reißen die Überlebenden in Stücke und breiten dadurch die »Krankheit« immer weiter aus.

Dead Space 2 - Screenshots ansehen

Gleich zu Beginn von Dead Space 2 müssen wir den in einer Zwangsjacke gefesselten, wehrlosen Isaac durch das Chaos einer Alien-Attacke steuern. Überall schreien Patienten, die von ekelhaften Monstern mit sensenartigen Fangarmen zerhackt, knöchernen Dornen durchbohrt oder fiesen Tentakeln leergesaugt werden. Dead Space 2 zeigt schon in den ersten Spielminuten, dass Splatter-Effekte nach wie vor hoch im Kurs stehen. Von der Versprechung »Teil 2 wird nicht so stressig« bekommen wir also erstmal nichts mit - im Gegenteil!

Strategische Verstümmelung

Im Durcheinander der Krankenstation legt Isaac schließlich die Zwangsjacke ab und seine Grundausrüstung an: Stasis-Generator, Telekinese-Modul und Plasma-Cutter. Mit diesem futuristischen Schneidgerät feuert er wahlweise horizontale oder vertikale Laserstrahlen ab, die seine Opfer feinsäuberlich zerschneiden. Um Necromorphs zu töten, muss man sie nämlich in Einzelteile zerlegen.

Dead Space 2 wirbt wie der Vorgänger mit »strategischer Verstümmelung«: Heranstürmenden Monstern schnippeln wir zuerst die Beine weg. Dann kriechen die Viecher zwar auf den Armen weiter auf uns zu, lassen sich aber leichter weiterverarbeiten. Das Ganze ist nicht nur eine sehr blutige, sondern für sanfte Gemüter womöglich auch verstörende Angelegenheit. Spätestens wenn mutierte Kinder oder gar Babys zu Isaacs Gegnern werden, wird klar: Dead Space 2 ist wirklich nur etwas für hartgesottene Erwachsene.

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