Dead Space - Deutsche Uncut-Version angespielt

Es muss ein Hauen und Stechen um das Schneiden und Reißen gewesen sein: Drei Anläufe hat Electronic Arts gebraucht, um für Dead Space die Einstufung »Keine Jugendfreigabe« zu bekommen. Nun darf das Horrorspiel offiziell in Deutschland erscheinen, und das sogar völlig ungekürzt, wie uns Electronic Arts versicherte. Wir haben Dead Space angespielt, und tatsächlich: Viel blutiger und gruseliger könnte es nicht sein.

von Fabian Siegismund,
17.10.2008 14:19 Uhr

Es muss ein Hauen und Stechen um das Schneiden und Reißen gewesen sein: Drei Anläufe hat Electronic Arts gebraucht, um für Dead Space die Einstufung »Keine Jugendfreigabe« zu bekommen. Nun darf das Horrorspiel offiziell in Deutschland erscheinen, und das sogar völlig ungekürzt, wie uns Electronic Arts versicherte. Wir haben Dead Space angespielt, und tatsächlich: Viel blutiger und gruseliger könnte es nicht sein.

Weltraum-Ingenieur Issac Clarke und sein Team sollen Tief im All die Kommunikationsanlage des Minenschiffs USG Ishimura reparieren, denn die Heimatbasis hat schon seit längerer Zeit keine Übertragungen mehr von dem Riesenraumer erhalten. Dort angekommen müssen Clark und seine Kollegen feststellen, dass die Funkantennen das kleinste Problem der Ishimura sind: Eine Infektion oder ähnliches hat die Besatzung in furchtbare Monster verwandelt, das Schiff gleicht einem Schlachthaus. Clarke muss den Pott nun wieder klar bekommen - und idealerweise am Leben bleiben.

Die Atmosphäre von Dead Space ist fantastisch: Durch geschicktes Licht- und Schattenspiel und kleine, aber pointierte Skriptsequenzen wird das Innere der Ishimura schon nach wenigen Schritten zu einem begehbaren Horrorfilm. Die dichte Soundkulisse trägt ihren Teil dazu bei: Beim Spielen (allein des Nachts in einer stockdunklen Wohnung) mussten wir ab und zu kurz die Boxen ausmachen, um uns zu vergewissern, dass da nicht gerade etwas durch unsere Küche schlurft oder geheimnisvolle Stimmen aus der Kloschüssel flüstern.

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Clarkes Waffenarsenal ist ungewöhnlich, denn es besteht nicht aus Waffen im herkömmlichen Sinn, sondern aus futuristischem Werkzeug: Laser-Schneidgeräte, fliegende Kreissägen oder Schweißbrenner - Clark ist Techniker, kein Soldat. All das Gerät ist darauf ausgelegt, die Necromorph, die fiesen Monster, in Stücke zu schneiden, denn nur dann sterben die Dinger auch wirklich. Das wilde Gesplatter macht zwar großen Spaß, birgt nur ein Problem: Die Ballereien gehen ins Geld.

Clarke trägt zu Beginn nur ein pistolenartiges Schneidgerät, alle höherwertigeren Waffen müssen Sie in Shops kaufen. Upgrades für Clarkes Schutzanzug kosten ebenfalls Bares, das sie im Spiel finden können. Weil Ihre Finanzen stark eingeschränkt sind, werden Sie einige der Waffen wohl gar nicht zu Gesicht bekommen - und das ist natürlich sehr unbefriedigend.

Auch die Steuerung lässt zu wünschen übrig: Man merkt Dead Space die Konsolen-Herkunft an, die Maus reagiert ausgesprochen träge. Unverständlich eigentlich, denn es kann ja keine technische Herausforderung sein, die Programmparameter des Spiels entsprechend anzupassen. Was das für Auswirkungen auf die Bedienungs-Wertung hat, lesen Sie demnächst auf GameStar.de und in GameStar Ausgabe 12/2008.


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