Dead Space - Entwickler entschuldigt sich für Attacke auf Gears of War (Update)

Der Story-Producer der Dead-Space-Reihe kritisierte in einem Inverview die Geschichte von Gears of War. Seiner Meinung nach sei sie »buchstäblich das schlechteste Stück Text in Spielen.« Mittlerweile hat er sich wieder entschuldigt.

von Maximilian Walter,
24.04.2012 15:37 Uhr

Update: Mittlerweile hat sich Chuck Beaver wieder zu Wort gemeldet und sich dabei entschuldigt. Demnach seien einige seiner Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen worden. Zudem habe er großen Respekt vor dem Team von Epic Games und dessen Leistung bei Gears of War. Der ursprüngliche Blog-Eintrag mit den kritischen Worten wurde mittlerweile wieder entfernt.

»Zunächst, lasst mich sagen, dass ich ein großer Fan von Gears of War bin. Es ist eine epische Marke, die als Wegweiser für mehr als nur ein paar wenige prägende Spiel-Elemente gedient hat. Sie ist zurecht als Spitzenprodukt anerkannt. Ihr Erfolg wird durch die hohen Verkaufszahlen und die fanatische Community untermauert. Epic Games hat die Branche damit ein Stück vorangebracht, und wir haben ihnen für die Inspirationen, die wir aus ihrer Arbeit ziehen, zu danken.«

Dead Space: Nur ein Gruselkabinett mit verlorener Freundin-Story?Dead Space: Nur ein Gruselkabinett mit verlorener Freundin-Story?

Orginalmeldung: Normalerweise loben Entwickler andere Studios für ihre Arbeiten. Der Story-Producer von Dead Space 1 und 2 Chuck Beaver fiel jetzt in einem (inzwischen gelöschten) Interview aber durch andere Töne auf. Im von Eurogamer.net zusammengefassten Gespräch kritisiert er die Gears-of-War Macher Epic für ihre schlechte Geschichte:

»Story kann ein Spiel nur dann ruinieren, wenn sich der Spieler überhaupt für die Story interessiert. Gears of War beispielsweise enthält grauenhafte, offensichtliche Verletzungen jeder vernünftigen Story-Basis, aber das scheint keinerlei Effekt auf die Spieler gehabt zu haben.«

Chuck Beaver von Electronic Arts.Chuck Beaver von Electronic Arts.

Aber auch von seinem eigenen Spiel ist Beaver nicht unbedingt begeistert. Auf die Frage, ob er auf sein Projekt Dead Space 2 zurück blickt und sich frage, ob etwas falsch gelaufen sei, sagt er:

»Oh ja! Damals hatten wir echt keinen blassen Schimmer von guter Story und überstimmten unsere Autoren an vielen Stellen. Dead Space war nur ein simples Gruselkabinett-Spiel in das wir später einen persönlichen Aspekt, nämlich die verlorene Freundin, einfügten.«

Beaver kann aber nicht nur kritisieren. Auf die Frage, welches Spiel eine wirklich gute Story haben würde, nannte er Portal 2 von Valve. Hier wäre die Geschichte genau so gut wie das Level-Design.

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