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Inhaltsverzeichnis
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Der GameStop-Skandal - Todeskampf des Spielehandels?

In GameStop-Filialen werden Kunden irregeführt und systematisch ausgenommen, das berichten aktuelle und ehemalige Mitarbeiter. Ist das symptomatisch für den Niedergang des Spiele-Einzelhandels? Wir haben mit Insidern und Experten gesprochen.

von Michael Graf, Dennis Kogel,
20.02.2017 08:00 Uhr

Die Spiele-Einzelhandelskette GameStop steht in der Kritik. (Bild: Flickr / Mike Mozart / CC BY 2.0)Die Spiele-Einzelhandelskette GameStop steht in der Kritik. (Bild: Flickr / Mike Mozart / CC BY 2.0)

Wer in einer GameStop-Filiale eine neue Konsole oder ein neues Spiel kauft, tut zumindest dem Mitarbeiter hinter der Theke keinen Gefallen. Denn die Verkäufer der weltgrößten Spiele-Einzelhandelskette wollen offensichtlich gar keine Neuware mehr verkaufen. Das Zauberwort heißt »gebraucht«. Mitarbeitern, die wöchentlich zu wenig gebrauchte Spiele und Konsolen an den Kunden brächten, drohe sogar der Rauswurf.

GameStop-Verkäufer berichten, dass sie Neuware im Lager »versteckt« haben, um stattdessen Gebrauchtspiele feilzubieten. Was nach verkehrter Welt klingt - Welcher Händler scheut bitte davor zurück, sein aktuelles Sortiment zu verkaufen? - trägt beim US-Unternehmen einen Namen: »Circle of Life«.

Laut einem Bericht des Spieleblogs Kotaku, der anonyme Mitarbeiter zitiert, gibt es seit Herbst 2016 strenge Vorgaben über die Anzahl von Gebrauchtware, Spiele- und Konsolenversicherungen sowie Vorbestellungen, die US-Mitarbeiter absetzen müssen. Neuware? Interessiert niemanden. Unter dem wachsenden Druck greifen viele GameStop-Verkäufer auf kundenfeindliche Methoden zurück.