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Der Niedergang von C&C - Teil 3: Der tiefe Fall

Hochmut kommt vor dem Fall: Im dritten Teil unserer großen C&C-Reportage zeigen wir, wie Westwood erst den Fokus und dann die Fanbase verliert.

von Michael Graf,
18.07.2014 17:20 Uhr

Dank Command & Conquer: Generäle erlebt die C&C-Serie anno 2003 einen Höhenflug, Spieler und Presse überschlagen sich mit Lob. Bis heute zählt Generäle zu den beliebtesten Echtzeit-Strategiespielen, bei unserer großen Umfrage wird es mit 23% aller abgegebenen Stimmen zum besten C&C aller Zeiten gewählt - gefolgt vom ersten Alarmstufe Rot (17%) und Alarmstufe Rot 2 (14%). Zugleich markiert C&C: Generäle allerdings die Stunde null von Westwood.

Fast zeitgleich zum Verkaufsstart des Spiels im März 2003 gehen in Las Vegas die Lichter aus, nach 18 Jahren muss das Traditionsstudio schließen. Es ist das tragische Ende einer strategischen Zwickmühle, in die sich Westwood selbst gebracht hat.

Die Entwickler haben all ihre Zeit und all ihr Geld in Earth & Beyond gesteckt – doch das im September 2002 gestartete MMO verzeichnet sechs Monate später nur 20 bis 25.000 Abonnenten. Ultima Online hat zum gleichen Zeitpunkt grob das Zehnfache. Zudem ist Westwood sowieso nur noch ein Schatten seiner selbst, zwei Drittel der Mitarbeiter mussten das Studio bereits zuvor verlassen.

Der Exodus kommt nicht von ungefähr, außer Earth & Beyond hat Westwood keine Projekte mehr vorzuweisen, C&C 3 kommt nicht aus dem Prototypen-Quark, Renegade 2 ist eingestellt. Auch eine dritte Idee überzeugt die EA-Verantwortlichen nicht: Brett Sperry betrachtet Earth & Beyond eigentlich nur als Testballon für ein Command & Conquer-MMO namens Continuum, das in einer sich dynamisch verändernden Welt spielen und actionlastige Kämpfe fernab stumpfer Icon-Klickorgien bieten soll. Nachdem bereits der Testballon abgestürzt ist, fehlt Electronic Arts aber das Vertrauen in das MMO. Es stirbt gemeinsam mit Westwood.

Westwood war selbst schuld

Louis Castle gesteht die strategischen Fehler ein: »Wir hätten nach der Übernahme durch EA das tun sollen, was Infinity Ward und Treyarch mit Call of Duty gemacht haben: die C&C-Serie zweiteilen. Es wäre clever gewesen, die Jungs in Irvine an Alarmstufe Rot arbeiten zu lassen, während in Las Vegas der nächste Tiberium-Serienteil entstanden wäre. Dann hätten wir auch nicht mit Earth & Beyond alles auf eine Karte setzen müssen.«

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