»Der Tablet-Boom ist vorbei« - Chef von US-Handelskette Best Buy sieht wiederbelebten PC

Ein einem Interview hat der CEO von Best Buy erklärt, dass Smartphones und neue PCs dem Tabletmarkt schwer zu schaffen machen.

von Georg Wieselsberger,
02.08.2014 12:31 Uhr

Das Microsoft Surface Pro 3 ist laut Best-Buy-Chef Joly Tablet und Laptop in einem.Das Microsoft Surface Pro 3 ist laut Best-Buy-Chef Joly Tablet und Laptop in einem.

Nachdem viele Jahre lang die Tablets als ein Grund für das »Ende des PCs« genannt wurden, dreht Hubert Joly, der CEO der US-Handelskette Best Buy den Spieß nun um. Der PC befinde sich wieder auf dem Aufstieg, während der Tablet-Markt nach einer im Technik-Bereich einmaligen Boom-Phase nun den »Absturz« erlebe. Als Grund nannte Joly im Interview mit Recode.net, dass viele Kunden nach dem Ende des Windows-XP-Supports nun neue Desktop-Rechner oder Laptops und nicht etwa ein reines Tablet kaufen.

Es gäbe inzwischen eine sehr große Auswahl und viele Kunden würden sich nicht etwa ein Smartphone, ein Tablet und einen PC kaufen, sondern nur zwei dieser Geräte und dabei auf jeden Fall ein Smartphone. Da Laptops aber inzwischen auch als Hybrid mit abnehmbaren Bildschirm angeboten werden und das vor allem Schüler und Studenten anspricht, stürze der Markt für reine Tablets ab. Als Beispiel für den neuen Erfolg des PCs nannte Joly auch das Microsoft Surface, das seiner Ansicht nach Tablet und Laptop zugleich ist.

Laptops, die früher 1.000 US-Dollar gekostet hätten, seien für 300 Dollar zu haben und wenn dazu noch Innovation am oberen Ende der Windows-Geräte komme, dann könne die Wiederbelebung des PC-Marktes starten. Bei reinen Tablets sei außerdem nicht klar, warum man unbedingt ein neues Modell brauche und die Verbreitung dieser Geräteklasse sei eben bereits enorm - ein Argument, das in den letzten Jahren auch oft als Grund für sinkende PC-Verkäufe genannt wurde.

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