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Auf geht's

Setbesuch beim Warcraft-Film - Teil 1: Kopfschütteln in Azeroth

Rund zehn Jahre nach der ersten Ankündigung kommt die Filmumsetzung von Warcraft 2016 endlich in die Kinos. Wir haben das Set besucht – und teils nicht geglaubt, was wir sahen.

von Heinrich Lenhardt,
05.12.2015 10:50 Uhr

Warcraft - Alliance vs. Horde: Deutscher Trailer zur Spiele-Verfilmung 2:10 Warcraft - Alliance vs. Horde: Deutscher Trailer zur Spiele-Verfilmung

Am Set des Warcraft-Films in Vancouver gibt es allerlei Kostüme, Rüstungen und Waffen zu bewundern, doch so richtig warm ums Herz wird uns ausgerechnet beim Anblick eines unscheinbaren Briefkastens. Uneingeweihte nehmen dieses Detail der Sturmwind-Kulisse kaum wahr, doch wer jemals World of Warcraft gespielt hat, verbindet damit Erinnerungen an zahlreiche Hauptstadtbesuche. Unsere MMO-Charaktere sind mit dieser Box groß geworden, und jetzt stehe wir ihr in echt gegenüber. Ein ansatzweise surreales Erlebnis, nicht nur für Journalisten, die einen Tag bei den Dreharbeiten zusehen dürfen.

Am Filmset wird ein vertraut aussehender Wegweiser aufgebaut. Viele Details von Briefkästen bis Kürbissen erinnern stilistisch an World of Warcraft.Am Filmset wird ein vertraut aussehender Wegweiser aufgebaut. Viele Details von Briefkästen bis Kürbissen erinnern stilistisch an World of Warcraft.

»Der Briefkasten wurde in letzter Minute noch zum Set hinzugefügt«, erklärt Produktionsdesigner Gavin Bocquet, »Als Chris Metzen von Blizzard vorbeischaute, war er überwältigt, dass wir diese kleinen Details drin haben«. Zum Beispiel auch das Anschlagbrett, auf dem wir eine Warnung vor Kobolden und den Steckbrief für einen gewissen Hogger entdecken. Das dürfte später im Film fast niemand bemerken, für »Behind the Scenes«-Dokus und nostalgische Setbesucher sind solche Eastereggs aber gerade das Salz in der Orcsuppe.

Regisseur Duncan Jones ließ sogar eine Szene drehen, in der ein Statist ein Päckchen unter seinem Umhang trägt, als hätte er gerade seine Auktionshausware abgeholt. »Die Spieler werden sich öfters sagen »Hast du das im Hintergrund gesehen?« Es wird genug Gründe geben, um sich die DVD zu holen und Bild für Bild zu studieren«, grinst Produzent Stuart Fenegan. Zugleich soll sich der Warcraft-Film auch Zuschauern erschließen, die keine Ahnung von der Spielwelt Azeroth haben. Schließlich haben rund 7,2 Milliarden Menschen World of Warcraft noch nie angefasst, geschweige denn die Strategiespiele.

Auf der Leinwand muss das Abenteuer also auch Menschen ansprechen, die nicht wissen, was »Lok 'tar Ogar!« bedeutet (»Sieg oder Tod«). Ähnlich wie die Filmfassung des Herrn der Ringe mit ihrer Atmosphäre und ihrem Schlachtbombast auch Buchverächter an den Popcorntrog lockte, oder Angelina Jolie auch Nichtspieler zum Tomb-Raider-Kinobesuch verführte. Mal sehen, ob Duncan Jones und seinem Team dasselbe gelingt. Ach ja, lockern Sie vor dem Weiterlesen bitte Ihr Genick. Sie könnten nämlich einige Male die Versuchung verspüren, heftig Ihren Kopf zu schütteln.

Das passiert im virtuellen Azeroth: Unser Ersteindruck von World of Warcraft: Legion