Die 5 innovativsten Spiele - Peter Molyneux kürt Innovationen

Wann hat die Spieleindustrie einen Schritt nach vorne gemacht? Peter Molyneux sieht fünf Spiele, die mit ihren Innovationen die Branche nachhaltig beeinflusst haben.

von Christian Merkel,
26.10.2009 09:42 Uhr

Jedes Jahr lädt die British Academy of Film and Television Arts, kurz BAFTA, einen großen Spieleentwickler ein, eine Vorlesung zu halten. Dieses Jahr war Peter Molyneux (Fable, Black & White) zu Gast, um über die größten Spieleinnovationen zu referieren. Laut Molyneux zeigen sich die besten Innovationen, wenn die Entwickler »an den Grundfesten konventionellen Denkens rütteln«. Wenn Molyneux schon so hoch ansetzt, könnte man schon fast meinen, dass er sich den Preis am liebsten selber verleihen möchte. Doch weit gefehlt. Die Hitliste der fünf Spiele, die die Branche am weitesten nach vorne gebracht haben, enthält vor allem erfolgreiche Spiele:

  • Dune 2: Das frühe Echtzeit-Strategiespiel setzte erstmals weniger auf Reaktionstests. Es ermutigte den Spieler, die Sache etwas langsamer anzugehen. Daneben lieferte es einen revolutionären Multiplayer-Part, der sich auf sehr viele verschiedene Arten spielen ließ. Vor allem die Defensivvariante hat es dabei Molyneux angetan.
  • Mario 64: Shigeru Miyamoto ist laut Molyneux sowieso das wahre Genie der Industrie. Er hat es mit Mario 64 geschafft, dass Jump'n'Run-Genre stimmig auf 3D umzusetzen, obwohl ihm viel Leute davon abgeraten haben. Mit seinem Offene-Welt-Ansatz habe er Spiele wie GTA 4 erst möglich gemacht.
  • Tomb Raider: Eidos habe den Mut bewiesen, dass Spielehelden nicht immer muskelbepackte Männer sein müssen.
  • Halo: Bungies Spiel hat es als erstes geschafft, dass Ego-Shooter auf Konsolen zu etablieren. Neuerungen wie sich selbst regenerierende Gesundheit gehen auf das Konto von Halo.
  • Zuletzt nennt Molyneux noch World of Warcraft. Die größte Innovation dieses Spieles sei es gewesen, dass dem Spieler wie einem Esel eine Karotte vors Gesicht gehalten werde, damit er unendlich motiviert wird.

Molyneux ist dabei durchaus selbstkritisch. Die Innovationen dieser Spiele haben die Titel einem größeren Publikum zugänglich gemacht, was ihm selber nicht immer gelungen ist.


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