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Seite 2: Die alte Schule kehrt zurück - Revival der PC-Klassiker

Zurück in die Sierra (-Adventures)

Auch anderen Spielemachern erging es nicht unbedingt besser: Bevor Gabriel-Knight-Erfinderin Jane Jensen im Mai über 400.000 Dollar für neue Adventures sammelte, war sie vor allem an Wimmelbildspielen beteiligt. »Viele Gamedesigner kriegen eine Leinwand, einen Pinsel, dann aber auch eine sehr genaue Vorgabe, was für ein Spiel gewünscht ist«, sagt Brathwaite und bezieht sich damit auf die vielen Spiele, die episch sind und wundervoll, aber denen etwas zu fehlen scheint. »Klar, das macht immer noch Spaß, solche Spiele zu machen, aber wir sehen einfach viel weniger dieser wilden Vielfalt an Spielen, die wir von damals gewohnt sind. Dann wiederum haben Spiele damals auch nicht Millionen Dollar gekostet.«

Video-Aufruf: Finanziert Jane Jensens neues Studio 7:30 Video-Aufruf: Finanziert Jane Jensens neues Studio

Die legendären Entwickler der 80er und 90er stecken in einem Dilemma. Die hohen Kosten und die teils riesigen Teams, die gebraucht werden, um heute ein AAA-Spiel auf den Markt zu bringen, haben große Publisher dazu gezwungen, Risikominimierung zu betreiben. In Zeiten, in denen ein mittelmäßiges Medal Of Honor: Warfighter sich dank dem immer noch zugkräftigen Namen gut verkauft, werden wilde Ideen eben nicht geduldet oder zumindest nur sehr selten mit einem Millionenbudget belohnt. Die Freiheit und kreative Kontrolle, die man in der aktuellen Indie-Game-Szene finden kann, kommt dagegen gebündelt mit kleinen Budgets, die den Ambitionen, der Designlegenden nicht ausreichen. Ein Kickstarter-Projekt kann als Alternative fungieren, aber selbst die 3 Millionen Dollar, die Brian Fargos Wasteland 2 über die Plattform eingenommen hat, sind verschwindend gering im Vergleich zum Budget moderner AAA-Spiele.

Das geplante Spiel der Coles: Hero-U: Rogue to RedemptionDas geplante Spiel der Coles: Hero-U: Rogue to Redemption

Für Corey Cole, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Lori Cole die Abenteuerspielreihe Quest for Glory entwickelt hat, ist das einfach eine Gegebenheit. Dass er wieder ein Quest for Glory als AAA-Spiel entwickeln könnte, glaubt er nicht. Und das will er auch nicht. Die Coles sammeln über Kickstarter Geld für Hero-U: Rogue to Redemption (zur Kickstarter-Seite), das sich ganz wie Quest for Glory auf die Kombination von Adventure- und Rollenspiel-Elementen stützt.

»Wir können einfach kein neues Quest for Glory mit einem Kickstarter-Budget machen«, so Corey Cole. »Aber wir können ein Spiel machen, das die essentiellen Eigenschaften von Quest for Glory hat, nur eben mit etwas einfacherer Grafik, weniger komplexer Programmierung und ohne Sprachausgabe. Das ist eine Herausforderung, denn viele Nutzer wollen, dass Spieleentwickler ihnen das Unmögliche versprechen.« Und tatsächlich: Hero-U mag zwar kein Quest for Glory sein, sieht aber schon jetzt nach einem enorm spannenden Rollenspiel im unverbrauchten Szenario einer Fantasyheldenakademie aus.

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