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Seite 5: Gaming PC zusammen bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 500 Euro, November 2017

1.300-Euro-PC

Für 1.300 Euro erhaltet ihr im Vergleich zum 1.100-Euro-PC eine schnellere Grafikkarte, die auch für hohe Auflösungen wie WQHD noch Luft hat. Außerdem ist eine größere und schnellere SSD mit über 500 GByte verbaut.

• Prozessor Sockel AM4 – AMD Ryzen 7 1700

Beim 1.300-Euro-PC haben wir uns aus denselben Gründen wie beim 1.100-Euro-PC für AMDs Ryzen 7 1700 mit acht Kernen und virtueller Kernverdoppelung entschieden. In aktuellen Spielen bietet er problemlos genug Leistung, dank seiner hohen Kernzahl ist man mit der CPU gleichzeitig sehr gut für die Zukunft gerüstet. Wenn Intels neuer Core i7 8700(K) besser und vor allem zuverlässig günstiger zu haben ist (womit wir spätestens Anfang 2018 rechnen), wird aber vermutlich dieser Prozessor unsere erste Wahl für diesen PC sein.

Die High-End-Prozessoren von AMD (Threadripper, Sockel TR4) und Intel (Skylake X, Sockel 2066) mit bis zu 16 Kernen (AMD) beziehungsweise 18 Kernen (Intel) empfehlen wir dagegen bewusst nicht. Einerseits, da sowohl die Prozessoren als auch die passenden Mainboards spürbar teurer sind. Andererseits, weil man als Spieler auch auf längere Sicht bereits mit acht Kernen sehr gut aufgestellt sein wird.

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• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Der neue Alpenföhn Ben Nevis Advanced von EKL kombiniert einen 130-Millimeter-Lüfter mit vier Heatpipes, dadurch ermöglicht er eine leise, aber leistungsstarke Kühlung. Seine Abmessungen sind gleichzeitig relativ kompakt, so dass es zu vielen Gehäusen und Speicherriegeln kompatibel ist.

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• Mainboard Sockel AM4 – ASRock AB350 Pro4

Der B350-Chipsatz von AMD bietet eine gute Mischung aus Preis und Leistung. Das ASRock AB350 Pro4 hat extern unter anderem sechs USB-3.0-Anschlüsse (einen vom Typ-C), zwei USB 2.0-Anschlüsse, einen LAN-Port und drei Audio-Buchsen (3,5 Millimeter) zu bieten. Auch moderne Schnittstellen wie M.2 (1x per PCI Express angebunden, 1x per SATA) für den Anschluss schneller Datenträger sind vorhanden.

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• Arbeitsspeicher DDR4-3200 – Patriot Viper 4 Series / 16,0 GByte Kit

Unserer Erfahrung nach profitieren AMDs Ryzen-Prozessoren relativ stark von einem hohen Speichertakt. Gleichzeitig ist es aber gar nicht so einfach, hoch getakteten RAM auf AM4-Mainboards zu nutzen. Die Situation hat sich mit A.G.E.S.A-Updates (»AMD Generic Encapsulated Software Architecture«) immerhin deutlich verbessert, auch für das ASRock-Mainboard gibt es bereits ein passendes BIOS.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir hier aber dennoch das Speicher-Kit Viper 4 Series (PV48G320C6K) von Patriot, das von ASRock erfolgreich mit dem AB350 Pro4 getestet wurde (siehe auch die entsprechende »Qualified Vendor List«). Beachtet allerdings, dass es nötig sein kann, die richtige Taktrate und die entsprechenden Timings im BIOS selbst einzutragen, damit sie auch wirklich genutzt werden.

Da der Patriot-Speicher aktuell nur bei wenigen Händlern gelistet wird, nennen wir außerdem zwei Alternativen: Einerseits könnt ihr zum niedriger getakteten Crucial Ballistix Elite (BLE4G4D26AFEA) mit 2.666 MHz greifen, dessen einzelnes 4,0 GByte-Modul ebenfalls auf der QVL-Liste zu finden ist. Andererseits ist auch RAM von AMDs eigener Ryzen-Kompatibilitätsliste eine Option.

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• Grafikkarte – Gigabyte Geforce GTX 1070 Windforce OC

Die Geforce GTX 1070 Windforce OC von Gigabyte bietet hohe Leistung und zukunftssichere 8,0 GByte VRAM bei guter Energieeffizienz. Gegenüber der Founders Edition der GTX 1070 von Nvidia verfügt das Custom Design nicht nur über etwas höhere Taktraten, die auch in höherer Leistung resultieren, sondern auch über ein besseres Kühlsystem, das bei geringerer Lautstärke niedrigere Temperaturen ermöglicht.

AMDs Radeon RX Vega 56 ist grundsätzlich ähnlich schnell wie Nvidias GTX 1070, aktuell stellt sie aber aus verschiedenen Gründen keine sinnvolle Alternative dar. Allen voran ist hier der Preis zu nennen: Es gibt die Vega 56 erst ab etwa 500 Euro, während die GTX 1070 bereits für ungefähr 420 Euro zu haben ist. Auch um die Lieferbarkeit ist es momentan noch eher schlecht als recht bestellt.

Ebenfalls wichtige Faktoren: Noch gibt es keine Custom Designs von Vega mit verbesserter Kühllösung, außerdem verbrauchen Nvidias Pascal-Chips bei gleicher oder ähnlicher Leistung deutlich weniger Strom. Vorerst empfehlen wir deshalb für den 1.300-Euro-PC den Griff zur GTX 1070.

Eine weitere denkbare Alternative ist die neue Geforce GTX 1070 Ti von Nvidia selbst. Sie ist in Spielen etwa 15 Prozent schneller als die GTX 1070 und damit nahe an der GTX 1080 dran, dafür kostet sie allerdings auch je nach Modell etwa 50 bis 100 Euro mehr als die GTX 1070 Ti – womit sie auch ähnlich teuer wie die etwas flottere GTX 1080 ist.

Wirklich sinnvoll ist der Kauf der GTX 1070 Ti damit aus unserer Sicht aktuell vor allem dann, wenn man ein Modell kauft, das preislich zwischen der hier empfohlenen GTX 1070 von Gigabyte (ca. 430 Euro) und der GTX 1080 von KFA² aus dem 1.500-Euro-PC (ca. 500 Euro) liegt, beispielsweise die Palit GeForce GTX 1070 Ti Dual) für derzeit 470 Euro.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

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• SSD – Crucial MX300 / 525 GByte

Beim 1.300 Euro-PC ist genug Luft für eine große SSD mit über 500 GByte Speicherplatz vorhanden. In dieser Kapazität stellt die MX300 von Crucial eines der günstigsten Modelle dar, gleichzeitig kann sie aber auch bei der Geschwindigkeit überzeugen.

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• Gehäuse – Fractal Design Core 2500

Trotz des schlichten Äußeren hat das Fractal Design Core 2500 Gehäuse viel zu bieten. Neben zwei vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern können bis zu vier weitere davon im Gehäuse angebracht werden, am linken Seitenteil ist sogar für einen 140-Millimeter-Lüfter Platz.

Auch die integrierte Lüftersteuerung sowie die durchweg solide Verarbeitung ist in der Preisklasse des Fractal Design Core 2500 nicht selbstverständlich. Die Lieferbarkeit lässt momentan allerdings etwas zu wünschen übrig, deshalb empfehlen wir außerdem das ähnlich ausgestattete und teure Corsair Carbide 100R Silent Edition.

Entscheidet man sich für das Corsair-Gehäuse, muss man den oben empfohlenen CPU-Kühler Ben Nevis Advanced allerdings gegen ein weniger hohes Modell austauschen (etwa den Ben Nevis ohne »Advanced«-Zusatz im Namen), da im Carbide 100R maximal Modelle mit 150 Millimeter eingebaut werden können.

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 1.300 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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