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Inhaltsverzeichnis
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Die Geschichte der Fußballspiele - Teil 2: Es werde FIFA

1993 beginnt die FIFA-Serie ihren Siegeszug - vermeintlich. Denn unbeugsame Japaner hören nicht auf, Widerstand zu leisten.

von Benedikt Plass-Fleßenkämper, Michael Graf,
22.06.2016 08:00 Uhr

Wie aus dem Nichts betritt 1993 ein neuer Player den virtuellen Rasen: FIFA International Soccer. Damals ahnt niemand, dass die von Electronic Arts vertriebene Simulation den Anpfiff für eine der erfolgreichsten Spieleserien aller Zeiten darstellt, die bis heute über 20 Teile hervorgebracht hat. Vor allem ahnt EA das selber nicht: Laut einem Bericht des Branchemagazins MCV UK ist man seinerzeit herzlich wenig vom Erfolg der neuen Marke überzeugt, schließlich handelt es sich beim Fußball um eine Sportart, die im EA-Heimatland USA kaum jemanden interessiert.

»EA interessierte sich einen Scheiß für FIFA«, wird Neil Thewarapperuma, seinerzeit Marketingchef bei EA, zitiert. Das bestätigt auch David Gardner, der damalige Sales- und Marketingleiter von EAs Europaabteilung: »Als ich EA vorschlug, eine Fußball-Simulation zu entwickeln, hieß es nur: Wir haben bereits eine Footballspiel-Reihe, die Madden Spiele.«

Denn Gardner hatte - ganz der Brite - eine »football simulation« angeregt, dabei sagt der Amerikaner doch »soccer«. Irgendwie verständigt man sich aber doch, und die Marktforschung fördern zutage, dass sich mehr Spieler für Fußball interessieren als gedacht. Zumal 1994 die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA stattfindet, die perfekte Steilvorlage.

FIFA 17 FIFA 17
FIFA International Soccer FIFA International Soccer

Da heißt es immer, dass sich bei FIFA technisch zu wenig tut. Der Vergleich zwischen dem allerersten Serienteil ...

Also willigt die Chefetage zögerlich ein. Nur zu teuer soll's erst mal nicht werden. Also werkeln zum Start gerade mal zehn Vollzeit-Mitarbeiter am Ur-FIFA, das zeitexklusiv für Segas Mega Drive erscheint, später aber auch für die meisten anderen gängigen Plattformen. Das Fußballspiel besticht besonders durch seine fantastische Präsentation: Während bei der Konkurrenz meist nur kleine Spritesüber den Platz wuseln, ist manhierdicht dran am Geschehen und verfolgt die Spielzüge aus einer Iso-Ansicht.

Insbesondere die brillanten Animationen sorgen für offene Spielermünder, da haben sich die Entwickler einiges bei EAs Vorzeige-Sportserie Madden abgeschaut, die seit 1988 stetig weiterentwickelt wird. Die 3DO-Version von FIFA verfügt sogar über 3D-Grafik in SVGA-Auflösung. Für die Jüngeren unter uns: Das sind 800x600 Bildpunkte, als ungefähr die Hälfte eines modernen Smartphone-Displays. Spielerisch bietet das FIFA-Debüt flott-unterhaltsamen, aber nicht unbedingt anspruchsvollen Fußball. Aber das kann ja noch werden. Kann es doch, oder?