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Auf geht's

Die Geschichte der Rundenstrategie - Teil 1: Die Rundenpioniere

Das Vorbild von Sid Meier und der GDC-Erfinder mit Stahlhelm: Im ersten Teil unserer Rundenstrategie-Retrospektive treffen wir die Genre-Pioniere der Siebziger- und Achtzigerjahre.

von Heinrich Lenhardt,
01.06.2016 08:00 Uhr

Vor Risiken und Nebenwirkungen der Rundenstrategie wird bereits in den Siebzigerjahren gewarnt. An einer amerikanischen Universität entsteht auf dem Mainframe-Ungetüm PDP-10 ein Computerspiel, welches so gewaltig und episch ist, dass sein Autor Walter Bright diesen mahnenden Satz für angebracht hält: »Empire ist bekannt dafür, süchtig zu machen. Typische Partien können mehrere Stunden dauern.«

Wer sich schon einmal in den Epochen von Civilization 5 oder der Schlachtenplanung bei XCOM 2 verloren hat, kann die »Nur noch eine Runde«-Sogwirkung des Genres seufzend bestätigen. Obwohl - oder gerade weil - es keinen Zeitdruck wie bei den hibbeligen Echtzeit-Cousins gibt, kann das Planen und Taktieren im Rundentakt die Stunden in beängstigendem Ausmaße zerschmelzen lassen.

Es ist verhext: Was Civilization 5 so erfolgreich macht

Groß ist die Verantwortung, die auf unserem Mausklick-Zeigefinger lastet: Das Schicksal von Charakteren, Städten und ganzen Sternenreichen hängt an unseren Entscheidungen. Die Neugier auf die Auswirkungen lässt uns ebenso bis in die frühen Morgenstunden fiebern wie die Auf- und Ausbaumotivation, aus bescheidenen Anfängen wachsen mächtige Helden, Heere und Imperien.

Rundenstrategie ist ein ebenso anspruchsvolles wie vielfältiges Genre, das mit Klassikern wie Schach bereits Jahrtausende vor der Erfindung des Computers gespielt wurde. Und das auch im Lauf der Jahre nicht an Beliebtheit verloren hat, in den Siebzigern erlauben zum Beispiel erstmals Schachcomputer Partien gegen die Rechenleistung der Maschine.

Civilization 6: Wir haben es gespielt!

Doch es gibt auch rastlose Geister, die am Computer mehr erreichen wollen, als etablierte Brettspiele umzusetzen. Das neue Medium hilft bei der Berechnung komplexer Strategieszenarien, und die virtuelle Natur seiner Spielfelder erlaubt ganz neue Funktionen, wie zwei amerikanische Pioniere vor rund 40 Jahren demonstrieren.

Wir reisen durch die Geschichte der Rundenstrategie - freilich nicht mit lexikalischem Vollständigkeitseifer, aber entlang prominenter Genrevertreter. Und am Anfang führen alle Wege zu Walter Bright.

Die Geschichte der Rundenstrategie
In vier Teilen widmet sich unsere Reportserie der Geschichte der Rundenstrategie, von den abenteuerlichen Pioniertagen bis zum modernen Genre-Revival.
Teil 1: Die Rundenpioniere
Teil 2: Ein Genre erobert die Welt
Teil 3: Die Wiege der Civilization
Teil 4: Die Retter der Runde

Die Geschichte der Rundenstrategie - 45 Spiele, die das Genre geprägt haben ansehen

Das Holzplatten-Imperium

Die Wurzeln des modernen PC-Strategiespiels reichen zu den Tabletop-Wargames zurück, in denen Armeen über auf Tischen liegende Landkarten verschoben und Schlachten unter Zuhilfenahme von Würfeln ausgetragen werden. Als der amerikanische Schüler Walter Bright 1971 ein neues Brettspiel austüftelt, ist er vom Wargame-Klassiker Risiko inspiriert.

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