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Die Geschichte von Blue Byte - Vom Dachgeschoss nach Düsseldorf

Mit Klassikern wie der Siedler- oder Battle Isle-Serie gehört Blue Byte zu den bekanntesten deutschen Entwicklern. Mittlerweile ist das Studio von Ubisoft einkauft worden und feiert im Oktober sein 25-jähriges Jubiläum. Höchste Eisenbahn, uns diesen Werdegang im Detail anzusehen.

von Jonas Gössling,
18.08.2013 09:30 Uhr

So gut wie jeder deutsche PC-Spieler hat den Namen Die Siedler zumindest mal gehört. Aber auch außerhalb Deutschlands ist die Strategiereihe vielen ein Begriff. Dem Entwickler Blue Byte brachte die Serie Bekanntheit und ließ ihn zu einem renommierten Unternehmen aufsteigen.

In den letzten Jahren machte das Studio mit den Online-Ablegern von Anno Online und Die Siedler Online von sich reden, die wegen des Free2Play-Konzeptes von den Spielern eher kritisch beäugt werden. Fast 25 Jahre gibt es das Unternehmen nun. Eine Menge Zeit, die auch an Blue Byte nicht spurlos vorbei gegangen ist.

Unter Dach und Fach

Die Gründungsgeschichte des Unternehmens wirkt aus heutiger Sicht geradezu abenteuerlich: 1988 verlassen Thomas Hertzler und Lothar Schmitt ihren Arbeitgeber Rainbow-Arts, um im Oktober gleichen Jahres Blue Bytes zu gründen. Mit einem von Hertzlers Eltern geliehenem Startkapital von lediglich 10.000 Mark und einem Arbeitsraum direkt unter einem Dach in Hertzlers Wohnung, beginnt in Mülheim der Bilderbuchstart eines deutschen Kultentwicklers.

Blue Byte : Ein einfacher Tintenklecks und der Name des Studios bilden das bekannte Blue Byte Logo.Blue Byte
Ein einfacher Tintenklecks und der Name des Studios bilden das bekannte Blue Byte Logo.

Im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklern, legt Blue Byte direkt mit einem Erfolg los. Die Tennis-Simulation Great Courts verkauft sich mit ungefähr einer halben Million Exemplare blendend. Beflügelt von ihrem Erfolg und inspiriert von dem japanischen Spiel Nectaris werkeln die Entwickler kurz darauf an einem rundenbasierten Strategiespiel. Ihr damaliger Publisher Starbyte Software sieht einer Veröffentlichung aber eher skeptisch gegenüber und lehnt das Konzept ab. Blue Byte zieht daraus Konsequenzen und beschließt in Zukunft, seine Spiele selbst zu vertreiben.

Schere, Stein, Panzer

Mit Battle Isle erscheint 1991 das vom Publisher verschmähte Spiel. Es ist der erste Titel, den Blue Byte selbst publiziert. Die Entscheidung, das Spiel selbst zu veröffentlichen, ist die wohl beste der ganzen Unternehmensgeschichte. Battle Isle gilt auch heute noch als eine der besten Rundenstrategie-Serien aller Zeiten und hat sich, alle Teile eingerechnet, ungefähr 650.000Mal verkauft.

Battle Isle 2 : Mit den Battle Isle Spielen wird eine deutsche Kultreihe geschaffen.Battle Isle 2
Mit den Battle Isle Spielen wird eine deutsche Kultreihe geschaffen.

Das Spielprinzip ist dabei so simpel wie genial. Ziel ist es mit den eigenen Panzern, Kampfbuggys & Co entweder alle gegnerischen Einheiten zu vernichten, oder das Hauptquartier des Feindes zu erobern. Bei den Auseinandersetzungen kommt ein Schere-Stein-Papier-Prinzip zum Einsatz.

Nach einem Ableger im ersten Weltkrieg (History Line) folgt dann 1993 mit Battle Isle 2 der direkte Nachfolger, der vor allem eines macht: alles komplexer. Mehr Einheiten, mehr Gebäude, flexiblere Missionsziele und eine bessere Inszenierung sorgen für mehr Spielspaß und einen weiteren Erfolg für den Entwickler.

Jetzt wird gewuselt

1993 ist aber vor allem das Jahr von Blue Bytes bekanntester und wichtigster Marke: Die Siedler. Mit Die Siedler setzen sich Blue Byte ein Denkmal und erschaffen einen Strategieklassiker. Obwohl das finale Ziel das Erringen einer militärischen Übermacht gegenüber dem Gegner ist, zieht das Spiel seine Faszination aus dem vielschichtigen Aufbaupart. Die vielen … nun ja … herumwuselnden Figuren lassen Die Siedler zum Inbegriff des Wortes »wuseln« werden.

Die Siedler Schon das erste Siedler bietet einen hohen »Wusel«- und Knuddelfaktor.

Die Siedler 2 Teil 2 baut auf dem Stil auf und präsentiert alles in schönerer und verspielterer Grafik.

Die Siedler 3 In Die Siedler 3 ändert sich nicht nur spielerisch einiges, auch die Optik legt ordentlich zu.

Aufgrund des immensen Erfolges eröffnet Blue Bytes 1994 in England und 1995 in den USA jeweils eine Niederlassung, um sich auf dem englischsprachigen Markt zu etablieren. 1995 erscheint Battle Isle 3, das spielmechanisch wenig ändert und sich dadurch wie ein Battle Isle 2.5 anfühlt.

Ein Jahr später bedeutet dann der zweite Siedler-Teil für Blue Byte den endgültigen Durchbruch - zumindest in den Deutschland. Auch wenn Die Siedler 2: Veni, Vidi, Vici wenig neu macht, wird das Spiel samt Erweiterung ein voller Erfolg.

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