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Die größten Skandale 2016 - Die Aufreger des Jahres

Kopierschutz-Katastrophen, Glücksspielbetrug und Millionenklagen: 2016 war ein turbulentes Jahr. Wir zeigen die größten Skandale in der Gaming-Szene.

von Maurice Weber,
28.12.2016 08:42 Uhr

GameStar Jahresrückblick - Die kontroversesten Artikel 2016 13:01 GameStar Jahresrückblick - Die kontroversesten Artikel 2016

Seien wir ehrlich: 2016 war in vielerlei Hinsicht kein allzu tolles Jahr. Von Bud Spencer bis Alan Rickman haben wir eine Ikone nach der anderen verloren, auf der Weltbühne jagte eine Katastrophe die nächste - daneben wirken Skandale im Spielebereich fast schon nebensächlich. Aber doch gab es sie, und riesige Shitstorms gleich frei Haus mit dazu.

Wir haben die fünf größten Skandale des Jahres gesammelt und blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf sie zurück.

Ebenfalls absurd: Die 5 kuriosesten Fails des Jahres

No Man's Sky landet auf dem Boden der Tatsachen

Ach, No Man's Sky. Du warst der Traum eines jeden Weltraumentdeckers! Mit dir wollten wir in unendliche prozedural generierte Weiten aufbrechen und in Galaxien vordringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und was ist aus dir geworden? Du dümpelst mit gesalzenen 56.000 vernichtenden Bewertungen auf Steam vor dich hin, der Traum ausgeträumt.

Zugegeben: Die enorm hohen Erwartungen an No Man's Sky hätte wohl kaum ein Spiel voll erfüllen können. Es war wohl der größte Hype des Jahres, kaum ein Titel beflügelte vor Release so sehr die Fantasie seiner Fans. Aber es ist nicht so, als wären die Entwickler unschuldig an den unrealistischen Erwartungen. Sie drückten sich befremdlich hartnäckig um konkrete Aussagen zur eigentlichen Spielmechanik von No Man's Sky - und wenn sie sich doch mal zu genauen Angaben hinreißen ließen, dann hieß das noch lange nicht, dass die auch stimmten.

Werbung oder Wahrheit: No Man's Sky - Ein weiter Weg zur Wahrheit 25:05 Werbung oder Wahrheit: No Man's Sky - Ein weiter Weg zur Wahrheit

Unvergessen der Moment, als Chefentwickler Sean Murray in der Late Show mit Stephen Colbert versprach, man werde andere Spieler treffen können. Die Chancen dazu seien nur enorm gering.

Nun war No Man's Sky im Test für sich genommen gar kein miserables Spiel. Aber dass das riesige prozedurale Universum am Ende kaum mehr Spielmechanik zu bieten hatte als monotone Ressourcensammelei, war für viele Käufer ein böses Erwachen. Und aus ihrer Wut und Enttäuschung machten sie keinen Hehl. Die Entwickler taten ihrerseits nicht viel, um den Shitstorm zu schlichten - sie schwiegen einfach monatelangen.

Immerhin: Inzwischen hat No Man's Sky sein erstes großes Update, The Foundation, erhalten. Das bereichert die Spielmechanik unter anderem um Basisbau bereichert. Aber das Spiel, auf das so viele gehofft hatten, ist es damit immer noch nicht geworden.

No Man's Sky: The Foundation - Video: Update 1.1 mit Frachter- und Basenbau ausprobiert 12:44 No Man's Sky: The Foundation - Video: Update 1.1 mit Frachter- und Basenbau ausprobiert

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