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(Ver)Kleidung in Spielen - Kleider machen Helden

Der richtige Style gehört in allen Lebenslagen dazu – und gewinnt auch für die Figuren unserer Lieblingsspiele immer mehr an Bedeutung. Doch warum legen wir heute so viel Wert auf das Äußere unserer Avatare? Spielt es sich dadurch besser? Oder fühlen wir uns mit lässigen Klamotten einfach nur wohler?

von Benedikt Plass-Fleßenkämper,
18.10.2017 08:00 Uhr

Hitman ist das Paradebeispiel für »Kleider machen Leute«: Je nach Verkleidung werden andere Levelbereiche zugänglich.Hitman ist das Paradebeispiel für »Kleider machen Leute«: Je nach Verkleidung werden andere Levelbereiche zugänglich.

Früher konzentrierten sich Spieleenwickler auf das Wesentliche: Intelligentes Leveldesign, handliche Steuerung, interessante Story, ansprechende Präsentation - fertig war der nächste Hit. Heute spendieren sie ihren Werken hingegen zunehmend mehr Details. So gehört es inzwischen schon zum guten Ton, seinem Alter Ego auch virtuelles Klamotten-Shopping zu ermöglichen.

Vor allem bei der Entwicklung von Open-World-Spielen lässt sich das beispielhaft beobachten. Siehe etwa Assassin's Creed 2: In Ubisofts Action-Adventure darf Ezio Auditore Kleidungsläden errichten und sich dann mit edlem Zwirn zieren.

Die Entwickler von Deus Ex: Mankind Divided engagierten gar das Münchner Designstudio Acronym für den Trenchcoat des Helden Adam Jensen. Die Klamotte sollte nämlich noch cooler und »realistischer« aussehen als ihr Pendant aus dem Vorgänger Human Revolution - und Acronym hat schon mit Modemarken wie Nike gearbeitet und Erfahrung mit funktionaler Kleidung - etwa Jacken, die man in einen Rucksack umwandeln kann.

Wie der Game Informer berichtet, legte Acronym dabei gleichermaßen Wert auf die Praktikabilität und den Look des Deus-Ex-Mantels. Beispielsweise sind die Ärmel weit genug, um Adam Jensens Arm-Modifikationen aufzunehmen. Gleichzeitig ist das Futter des Mantels mit Lilienblüten verziert, als Symbol der Rennaissance - und damit Adam Jensens eigener Wiedergeburt als Cyborg.

Deus Ex: Mankind Divided Adam Jensens Mantel wurde von einem Designstudio entworfen. Wer genau hinschaut, erkennt am Krageninneren die Lilienblüten, mit denen das Futter verziert wurde.

Assassin's Creed 2 Evie Frye sieht in Assassin's Creed Syndicate mit ihrem edlen Outfit besonders hübsch aus.

Und das, obwohl man das Futter im Spiel fast nirgendwo sieht, weil Adam den Mantel geschlossen hält. Kleider machen Helden - wenn so viel Mühe in ein einzelnes Detail an einem einzelnen Kleidungsstück fließt, dann muss an diesem (leicht abgewandelten) Spruch doch etwas dran sein.

Auch in einem Grand Theft Auto 5 sind Kleidergeschäfte keine reine Kulisse, wir können sie betreten und jeden der drei Hauptcharaktere mit eigenen Outfits ausstatten. Vom legeren Sportdress über jugendliche Klamotten bis hin zum glatt gebügelten Anzug stehen uns ähnlich viele Variationen wie im realen Leben zur Verfügung.

Dabei beschränkt sich die Idee von Mode in GTA 5 allerdings nicht nur aufs Äußere: Für so manche Mission ist ein spezielles Outfit unabdingbar, um beispielsweise dank eines schwarzen Smokings Einlass zu einer Filmpremiere zu erhalten.

GTA 5 zeigt zudem, was überhaupt alles zur Kleidung gehört. Neben dem Offensichtlichen wie Jacke, Hemd und Hose, kommen allerlei Accessoires zum Zuge, darunter Kappen, Sonnenbrillen oder Ohrringe. Ja, selbst Perücken gehören im weitesten Sinne dazu, weil man sich damit eben verkleiden kann.