Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

Inhaltsverzeichnis
1
2
3

Die Zukunft der Action-Rollenspiele - Was Diablo 4 jetzt bringen muss

Diablo feierte 2016 seinen zwanzigsten Geburtstag, doch von Diablo 4 fehlt bisher jede Spur. Arbeitet Blizzard an einem Diablo-MMO, wird das nächste Spiel der Serie Free2Play oder gar ein Dark Souls »Light«? Wir analysieren und fragen uns, wie die Zukunft des Genres und im Speziellen von Diablo aussehen könnte. Und natürlich fragen wir die Diablo-Erfinder nach ihrer Meinung.

von Michael Graf, Manuel Fritsch,
04.01.2017 08:00 Uhr

Diablo begründete Ende 1996 das Genre der Action-Rollenspiele, das derzeit allerdings stagniert. Auch, weil sich bei der Mutterserie so wenig tut: Diablo 3 erschien am 15. Mai 2012, zwei Jahre später folgte die bisher einzige Erweiterung Reaper of Souls. Seitdem herrscht ereignisarmes Grinden im Universum, eine Saison folgt auf die nächste. Die Fans sehnen ein zweites Addon oder gar Diablo 4 herbei, doch Blizzard behandelt die Marke aktuell stiefmütterlich.

Statt echten Fortschritts oder zumindest eines neuen Story-Aktes gibt's lediglich die Totenbeschwörer-Klasse als Fanservice-DLC sowie einen Retro-Dungeon zum Diablo-Jubiläum. Das mag dem zeitweiligen Vakuum an der Studiospitze geschuldet sein. Diablos Game Director Josh Mosqueira verließ Blizzard im Juli 2016, nach einer Stellenausschreibung scheint inzwischen ein neuer Leiter für ein »Projekt im Diablo-Universum« gefunden zu sein.

Kolumne zum Necromancer: Dienst nach Vorschrift reicht nicht!

Dieser neue Chefentwickler soll, so die Jobbeschreibung, Diablo in die Zukunft führen. Blizzard-Mitgründer und Vizepräsident Frank Pearce versicherte den Fans auf der Blizzcon-Hausmesse, dass man sich der Marke trotz aller Unkenrufe auf »lange, lange Sicht« verpflichtet fühle. Wie kann es also weitergehen mit Diablo, mit dem Genre im Allgemeinen? Wir werfen einen Blick in die Kristall-Manakugel.

David Brevik erfand das ursprüngliche Diablo und gründete 2003 die Flagship Studios (Hellgate: London) mit. Danach leitete er die Entwicklung von Marvel Heroes (Bild). Im Januar 2016 startete er sein neues Ein-Mann-Studio Graybeard Games, kürzlich hat er eine Beraterrolle beim Free2Play-Rollenspiel Path of Exile übernommen.David Brevik erfand das ursprüngliche Diablo und gründete 2003 die Flagship Studios (Hellgate: London) mit. Danach leitete er die Entwicklung von Marvel Heroes (Bild). Im Januar 2016 startete er sein neues Ein-Mann-Studio Graybeard Games, kürzlich hat er eine Beraterrolle beim Free2Play-Rollenspiel Path of Exile übernommen.

Wie muss es mit den Action-Rollenspielen weitergehen, David Brevik?
»Der Action-Rollenspielmarkt müsste ein wenig aufgemischt werden. Das Genre beginnt zu stagnieren und zieht die Leute nicht mehr so stark an wie früher. Um es richtig voranzubringen, muss das Genre mit neuen Formen von Interaktion, Community und Wettkampf bereichert werden. Gute Entwickler können jedes Genre neu beleben, indem sie dessen Grundkonzepte auf eine frische, kreative und ganz besondere Weise anwenden. Ich finde, dass es wichtig ist, in die Vergangenheit zu blicken, um sich auf bewährte Mechaniken zu verlassen. Aber um das Genre voranzubringen, müssen Entwickler auch auf neue Technologien und Geschmäcker eingehen und verstehen, wie die Leute heutzutage spielen und sich Spiele anschauen.

Hall of Fame: Diablo - Bleibt ein Weilchen und schaut zu PLUS 4:46 Hall of Fame: Diablo - Bleibt ein Weilchen und schaut zu

Will Blizzard kein Geld verdienen?

Fragt sich zuerst, warum Diablo 3 derart auf Sparflamme weitergeführt wird. Wenn zum 20. Serienjubiläum weder Nachfolger noch Addon angekündigt wird, wann dann? Das verwundert vor allem, wenn man bedenkt, dass Diablo seit der Schließung des ungeliebten Echtgeld-Auktionshauses keinen konstanten Geldfluss mehr abwirft, um den Serverbetrieb zu finanzieren.

Mikrotransaktionen oder regelmäßige DLCs sind Fehlanzeige, obwohl die potenzielle Zielgruppe dafür gigantisch wäre: Diablo 3 hat sich plattformübergreifend über 30 Millionen Mal verkauft und eine immens aktive Spielerschaft. Warum bedient Blizzard diese Community nicht?

Zumal man dank des Erfolgs von Hearthstone (über 50 Millionen registrierte Spieler) und Overwatch (bislang über 20 Millionen Verkäufe) zuletzt gute Erfahrungen mit »Service-Spielen« gemacht hat, also mit Titeln, die ihre Käufer über einen längeren Zeitraum binden und durch den Verkauf von Kartenpaketen und Lootboxen regelmäßige Einnahmen abwerfen. Warum ignoriert man dieses Potenzial bei Diablo?