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Seite 3: Grafikkarten Rangliste 2017 - Kaufberatung Gaming Grafikkarten November 2017

Grafikkarten bis 300 Euro

Im Bereich zwischen 150 und 300 Euro liegen die Grafikkarten, die für die meisten Spieler ausreichend schnell und dabei noch finanzierbar sind. In diesem Preisbereich sind alle Grafikkarten bereits schnell genug, um aktuelle Spiele flüssig in 1920x1080 und meist maximalen Details darzustellen. Je nach Spiel sind auch bildverbessernde Optionen wie höhere Auflösungen, Kantenglättung und anisotrope Texturfilterung nutzbar.

Radeon RX 570

Ab 240 Euro bietet AMDs Radeon RX 570 viel 3D-Leistung und stellt jedes Spiel in Full HD flüssig dar. Direkter Konkurrent ist die GTX 1060 in der 3,0-GByte-Version.

Die Radeon RX 570 basiert auf der leicht überarbeiteten Polaris-20-GPU. Im Vergleich zur flotteren RX 580 wurde der Grafikchip etwas beschnitten und die RX 570 kommt analog zur RX 470 auf 2.048 Shader- und 128 Textureinheiten. Die gegenüber dem Vorgänger gestiegenen Taktraten liegen bei 1.168 MHz (1.244 MHz Boost), die Grafikkarte wird mit 4,0 oder 8,0 GByte GDDR5-Videospeicher verkauft. Es gibt von der RX 570 allerdings kein Referenzmodell und die einzelnen Hersteller bieten entsprechend angepasste Varianten der Karte an.

Direkter Konkurrent von Nvidia ist die GTX 1060 mit 3,0 GByte Videospeicher, die Ihr jedoch bereits ab 190 Euro findet. Im Vergleich zum 6,0-GByte-Modell der GTX 1060 (260 Euro) halbiert sich nicht nur der Speicher, sondern die 3-GB-Version der GTX 1060 hat auch weniger Shader-Einheiten und damit auch unabhängig vom Speicherausbau etwas weniger reine 3D-Leistung. Im Vergleich zur RX 570 ist die 1060 3GB in DX11-Titeln in etwa gleich schnell, in DX12-Spielen aber spürbar langsamer. In Kombination mit dem geringeren Speicherausbau empfehlen wir die RX 570 mit 4,0 GByte als die GTX 1060 mit 3,0 GByte.

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Radeon RX 580

Für rund 270 Euro liefert die Radeon RX 580 viel Performance pro Euro und zieht in DirectX-12-Spielen auch an der Geforce GTX 1060 vorbei.

AMDs ebenfalls überarbeitete Radeon RX 580 löst den Vorgänger RX 480 ab, taktet offiziell mit 1.257 MHz / 1.340 MHz (mit Boost) und ist ebenso mit 4,0 und 8,0 GByte Videospeicher ab etwa 230 Euro (4,0 GB) respektive ab 260 Euro (8,0 GB) erhältlich. Aufgrund des relativ geringen Preisunterschiedes raten wir in jedem Fall zur 8,0-GByte-Version. Im Falle der von uns getesteten Radeon RX 580 Nitro+ Limited Edition von Sapphire steigt die Leistung im Vergleich zur RX 480 dank der höheren Taktrate leicht an und zieht in Full HD und WQHD an einer Geforce GTX 980 von Nvidia vorbei.

Sapphire kühlt die Nitro+ L.E. zuverlässig, ist dabei hörbar, aber nicht störend laut. Der Strombedarf im Vergleich zur RX 480 ist durch das Taktplus weiter angestiegen und unter Last erheblich höher als bei Nvidias Pascal-Grafikkarten der 1000er-Serie. Die Nitro+ Limited Edition ist mit 315 Euro relativ teuer, der Blick auf andere Custom Designs lohnt sich definitiv, wir werden in den nächsten Wochen weitere RX-580-Modelle testen.

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Geforce GTX 1060

Zwar muss sich die Geforce GTX 1060 mit 6,0 GByte in einigen DX12-Titeln der RX 580 geschlagen geben, sie arbeitet dafür unter DX11 meist schneller, verbraucht weniger Strom, ist besser verfügbar und bereits ab 260 Euro zu haben.

Im Vergleich zur RX 580 liefert die Geforce GTX 1060 6GB in DX12-Spielen wie Hitman niedrigere fps-Werte. Dafür liegt sie in einigen DX11-Spielen vor der AMD-Karte und übertaktete Hersteller-Modelle wie die MSI Geforce GTX 1060 Gaming X 6G schieben sich nochmals weiter nach vorne. Zudem profitiert die GTX 1060 von der aktuellen Pascal-Architektur und besitzt eine hervorragende Energieeffizienz. Im Vergleich zur RX 580 braucht sie unter Last trotz besserer Performance deutlich weniger Strom. Entsprechend effizient und leise lässt sich die GTX 1060 kühlen und viele Herstellermodelle arbeiten fast geräuschlos.

Allerdings besitzt die GTX 1060 selbst in der 6,0-GByte-Version 2,0 GByte Videospeicher weniger als die RX 580 (8,0 GByte). 6,0 GByte sollten dennoch auch für künftige Titel ausreichen, von der günstigeren 3,0-GByte-Version der GTX 1060 raten wir dagegen eher ab (siehe oben).

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