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Geheimnisse der Technik-Branche - Das sollen Sie nicht wissen

Ob Webcams, die den Nutzer ausspionieren oder hochgiftige Heim-PCs: Wir decken für Sie 13 Gefahren auf, die die Industrie verbergen wollte.

von GameStar Redaktion,
22.09.2010 08:49 Uhr

Ja, die Wahrheit ist da draußen. Aber "die" sorgen dafür, dass Sie die Wahrheit in aller Regel nie erfahren. Wer "die" sind? Es sind all diejenigen, die etwas Unschönes vor Ihnen zu verbergen haben. Zum Beispiel Google, Herstellerfirmen aus der Technik-Branche, Ihr Chef, Ihr WLAN-Modem oder sogar Hollywood. Und was sind das für Dinge, die Sie nicht wissen sollten? Zum Beispiel, dass Ihr Handy, Ihre Webcam oder Ihr Angestellter Sie möglicherweise ausspionieren. Oder dass Sie vielleicht zu viel Geld für Druckertinte ausgeben und Ihr bezuschusstes Smartphone Sie um ein Vielfaches mehr kostet, als ein nicht-subventioniertes. Oder dass Ihr PC-Gehäuse mit hochgiftigem Brandschutzmittel überzogen ist. Und all das ist nur der Anfang. Verzweifeln müssen Sie trotzdem nicht. Denn für jedes hinterhältige Geheimnis, das wir Ihnen auf den nächsten Seiten enthüllen, haben wir eine passende Lösung parat - sofern eine existiert.

Handys bringen keine Flugzeuge zum Absturz

"Kein Handy an Bord""Kein Handy an Bord"

Sowohl Handy-Anbieter als auch die meisten Fluggesellschaften predigen es immer wieder und wieder: Schalten Sie Ihr Handy während des gesamten Fluges ab. Warum? Man glaubt, dass Geräte mit 800 MHz Bandenspektrum die Funktionalität des Navigationssystems des Fliegers beeinträchtigen oder sogar deaktivieren könnten, insbesondere die GPS-Instrumente. Bislang gibt es aber keinen einzigen dokumentierten Fall, in dem ein Handy Schuld an einem Flugzeugabsturz oder -unfall gewesen ist. Der wahre Grund ist nämlich ein ganz anderer.

Die Federal Communications Commission der USA glaubt, dass Wireless-Netzwerke am Boden durch Handys in der Luft gestört werden und zusammenbrechen könnten. Denn sobald ein Flieger mit einigen angeschalteten Handys über einen Funkturm hinwegfliegt, so die Theorie der FCC, richtet die Anlage seinen Empfang auf diese Mobilgeräte aus. Das Flugzeug ist jedoch so schnell unterwegs, dass in der Zeit, die der Turm zum Orten und Anfunken braucht, der Flieger bereits zum nächsten Funknetzwerk vorgedrungen ist. So würden unnötigerweise Energiereserven verbraucht und die Konnektivität der Handys am Boden kurzzeitig verschlechtert.

Einige Experten sind hingegen der Meinung, dass diese Ansichten längst überholt sind. "Ich bin mehr als skeptisch, dass es sich dabei tatsächlich um ein Problem mit modernen Systemen handelt", sagt Ken Biba, der technische Leiter von Novarum, einer Beratungs- und Ingenieursfirma für Wireless-Netzwerke. "Moderne, digitale Handys nutzen Niederspannung. Und außerdem haben solche Funktürme eher direktional gerichtete Antennen, die dafür entworfen wurden, den Erdboden mit einem Netzwerk zu versorgen, nicht den Himmel."

Die Lösung: Eigentlich gibt es nicht viel, was Sie gegen die Gängelei im Flieger tun können. Streng genommen müsste man der FCC und den Fluggesellschaften ja sogar dankbar sein. Denn sie bewahren uns davor mit Leuten in einem Flugzeug zu sitzen, die während Start, Flug und Landung nichts Besseres zu tun haben, als unentwegt in ihr Handy zu brabbeln. Danke.

Von wegen "Private Browsing"...

Anonymes SurfenAnonymes Surfen

Heutzutage bieten die meisten größeren Browser sogenanntes privates oder "inkognito"-Surfen an - inoffiziell auch als "Porno Modus" bekannt. Doch der Name täuscht. Denn das einzige, worauf Ihr Browser in diesem Modus verzichtet, ist die Speicherung Ihrer Webseiten und Suchanfragen. Wenn die Webseite, die Sie besuchen hingegen Ihre IP-Adresse speichert - was viele Webseiten tun - steht diese Information jedem Interessenten frei zur Verfügung, der ein Recht darauf hat, sie zu erfragen - zum Beispiel ein Scheidungsanwalt oder Vollstreckungsbehörden. Die Funktion einzurichten, eine IP-Adresse zu speichern ist eine vollkommen banale Aufgabe. Die meisten Blog-Softwares verfügen zum Beispiel über ein extra dafür vorgesehenes Widget, das mit wenigen Mausklicks hinzugefügt werden kann. Sie sollten also grundsätzlich davon ausgehen, dass auch die von Ihnen besuchten Webseiten Ihre IP-Adresse speichern.

Die Lösung: Wenn Sie es wirklich darauf anlegen, unerkannt im Web zu surfen, nutzen Sie lieber einen Proxy-Service wie Anonymizer oder Tor. Die machen Ihre IP-Adresse während Sie surfen unkenntlich.

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