DirectX 11 - Im November geht’s los – aber nur für Entwickler

Kevin Gee, ein leitender XNA-Programmierer des DirectX-Teams stand einer kleinen Schar Neugieriger auf der Nvision 2008 Rede und Antwort. In einer knappen Stunde erläuterte er die technischen Neuerungen von DirectX 11, grafische Veranschaulichungen gab es aber kaum – Programmier-Kenntnisse waren vorausgesetzt.

von Hendrik Weins,
27.08.2008 15:03 Uhr

Kevin Gee, ein leitender XNA-Programmierer des DirectX-Teams stand einer kleinen Schar Neugieriger auf der Nvision 2008 Rede und Antwort. In einer knappen Stunde erläuterte er die technischen Neuerungen von DirectX 11, grafische Veranschaulichungen gab es aber kaum – Programmier-Kenntnisse waren vorausgesetzt.

Wie die vorherigen Versionen auch ist DirectX 11 voll abwärtskompatibel, dass heißt, DX11-Hardware kommt auch mit früheren Versionen zurecht – umgekehrt trifft das hingegen nicht zu. Um von den technischen Neuerungen zu profitieren, muss also neue Hardware her.

Wie DirectX 10 unterstützt auch die elfte Version nur Windows Vista und zukünftige Windows-Betriebssysteme, XP bleibt außen vor.

Kevin Gee stellte einige Merkmale von DirectX 11 vor, die zusammen komplexe Spiele deutlich schneller
berechnen können:

  • Tesselation: Steht in Crysis ein Gegner direkt vor Ihnen, erkennen Sie viele Einzelheiten, wie die Hautporen, aufgestickte Namensschilder oder eine am Gürtel baumelnde Granate. All diese Details sehen Sie wie im echten Leben aus großer Entfernung nicht mehr. Mussten bislang Programmierer diesen Level of Detail in mühevoller Kleinarbeit selbst bestimmen, soll ihnen in Zukunft die Tesselation diese Arbeit abnehmen. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, haben Sie völlig recht, denn AMD stellte Tesselation schon mit Radeon HD-2000-Serie vor. Allerdings geht Microsoft einen anderen Weg als AMD.

  • Compute Shader: Der Compute Shader steht in direkter Konkurrenz zu Nvidias CUDA. Denn mit dem auf Direct3D basierenden Shader will Microsoft der Grafikkarte auch andere Aufgaben aufbürden. So sei dank der massiven parallelen Rechenleistung die Grafikkarte durchaus geeignet für Physik-oder KI-Berechnungen – auch wenn diese derzeit meist von dem Prozessor durchgeführt werden-.

  • Multi Threading: Mit Multi Threading will Microsoft in DirectX 11 den Leistungsgewinn von Mehrkern-Prozessoren deutlich steigern. Haben heutzutage Vierkern-CPUs meist kaum Vorteile gegenüber Dual Cores, soll mit DX11 die Mehrleistung deutlich ansteigen.

Bereits Ende November soll ein Vorab-Kit von DirectX 11 an Entwickler gehen, diese haben dann noch eine Weile Zeit mit der neuen Schnittstelle zu experimentieren. Wann die erste Hardware DX11 unterstützt oder die ersten Spiele davon profitieren, steht aber noch in den Sternen.

Bilder vom Nvision 2008 Event in der Galerie ansehen


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