DirectX 12 - Radeon- und Geforce-Grafikkarten arbeiten laut Gerücht zusammen

Laut inoffiziellen Informationen soll DirectX 12 ganz neue Möglichkeiten für Rechner mit mehreren Grafikkarten bieten und das sogar über die Grenzen der Hersteller hinweg.

von Georg Wieselsberger,
25.02.2015 12:08 Uhr

Grafikkarten sollen unter DirectX 12 angeblich in ganz unterschiedlichen und bisher unmöglichen Kombinationen zusammenarbeiten.Grafikkarten sollen unter DirectX 12 angeblich in ganz unterschiedlichen und bisher unmöglichen Kombinationen zusammenarbeiten.

Stimmen die Informationen einer Quelle von Tom's Hardware, dann wird DirectX 12 nicht nur deutlich hardwarenäher arbeiten und so mehr Leistung aus Prozessoren und Grafikkarten herauskitzeln, sondern das sogar mit Kombinationen unterschiedlichster Hardware ermöglichen. Laut dem Bericht soll DirectX 12 beispielsweise unterschiedliche Grafikkarten in einem System nutzen, wobei die Spieleentwickler selbst entscheiden können, welche Hardware welche Aufgabe übernehmen soll. Ein einzelnes Bild könnte dann in verschiedenen Bereichen von unterschiedlichen Grafikkarten berechnet werden.

DirectX 12 soll hier die vorhandenen Grafikkarten per »Split Frame Rendering« (SFR) wie eine einzige, deutlich leistungsfähigere behandeln. Wesentlich überraschender als das ist die aber Behauptung, dass diese Berechnungen über mehrere Grafikchips sogar in einem gemischten Betrieb aus Geforce-Grafikkarten von Nvidia und Radeon-Grafikkarten von AMD möglich sein soll. Auf diese Weise, so zumindest die Quelle von Tom's Hardware, sei es möglich, auch die besonderen Features der Modelle beider Hersteller zu mischen und damit Nvidias 3D-Vision oder Geforce-Experience zusammen mit AMDs TrueAudio und Freesync gleichzeitig zu verwenden. Der einzige wirkliche Nachteil daran wäre, dass die Spieler-Entwickler in solchen Fällen die Optimierung selbst vornehmen müssten.

SLI oder Crossfire wären demnach mit Erscheinen von DirectX 12 veraltet. Grundsätzlich sei DirectX 12 so ausgelegt, aus allen vorhandenen Grafikkarten die beste Leistung herauszuholen, auch wenn dies Modelle sind, die in heutigen Systemen überhaupt nicht zusammenarbeiten könnten. Auch Probleme, wie sie heute bei Quad-SLI oder -Crossfire auftreten, sollen damit der Vergangenheit angehören. Ob diese Informationen irgendetwas mit der Realität von DirectX 12 zu tun haben, bleibt abzuwarten. Immerhin deaktivert Nvidia beispielsweise bei einer gleichzeitig vorhanden AMD-Grafikkarte im PC aktuell sogar die Unterstützung von PhysX-Berechnungen auf Geforce-Grafikkarten. Die geschilderten Möglichkeiten von DirectX 12 gingen allerdings weit darüber hinaus. Angeblich soll es schon auf der GDC 2015 Anfang März mehr Informationen geben.

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