Distance - Early-Access-Release des Tron-Racers demnächst, erster Eindruck

Das Survival-Rennspiel Distance ist ein Spiel gewordener Neon-Drogentrip, bei dem die Strecke versucht, unseren Wagen zu zerstören. Wir waren beim Anspielen recht angetan.

von Sebastian Stange,
02.12.2014 11:20 Uhr

Distance - Early-Access-Trailer des irren Neon-Racers 1:28 Distance - Early-Access-Trailer des irren Neon-Racers

Rennspiele im Tron-Look gehen immer. Und auf den ersten Blick wirkt Distance, das Erstlingswerk des Indie-Entwicklers Refract, noch wie ein typischer Vertreter solcher neonfarbener Zukunftsrennspiele. Grelle Linien und minimalistische Hintergründe bestimmen die Optik, sanfte Kurven und hohe Geschwindigkeiten erinnern an Spiele wie WipeOut, die Flugfunktion des Rennwagens hingegen scheint aus Krautscape geklaut. Per Tastendruck klappt der Wagen im Spiel Flügel aus und düst als Jet durch die Gegend.

Geklaut ist dieses Feature aber nicht, denn im Grunde ist Distance nämlich die Neuerfindung des Freewarespiels Nitronic Rush, bei dem wir ebenfalls per Tastendruck durch die Luft fliegen. Es wurde 2011 von einigen der heutigen Refract-Mitglieder als Studentenprojekt am DigiPen Institute of Technology entwickelt. Nitronic Rush kann gratis auf nitronic-rush.com heruntergeladen werden. Distance hingegen wird ab 9. Dezember in Steams Early-Access-Programm auftauchen. Aus diesem Anlass veröffentlichten die Entwickler einen neuen Trailer (siehe oben).

Distance sieht aus wie ein Rennspiel, spielt sich aber ganz anders.Distance sieht aus wie ein Rennspiel, spielt sich aber ganz anders.

Wir durften die Beta-Fassung von Distance bereits anspielen und wurden ganz ordentlich unterhalten. Zwar ist Distance kaum Rennspiel - eine Fahrphysik ist praktisch nicht vorhanden, es gibt keine Gegner und die Strecken verlaufen sehr geradlinig - aber dennoch stellt es eine tolle audiovisuelle Erfahrung und einen kuriosen Reaktionstest dar. Denn in jedem Abschnitt warten mehr Gefahren: Sägeblätter, Abgründe, plötzlich auftauchende Wände oder Laserbarrieren. Die Genrebezeichnung »Survival-Rennspiel« passt. Die Strecke will uns umbringen.

Immer wieder materialisieren sich direkt vor unseren Fahrzeug Fallen und Hindernisse, auf manchen Strecken spukt es gar und wir werden plötzlich auf neue, düstere Streckenabschnitte teleportiert. Dazu kommt ein tolles Effektgewitter aus Neonfarben und knalligen Elektrosounds. Im derzeit leider noch recht kurzen Solo-Modus ist unser wichtigstes Ziel, einfach nur das Ende einer jeden Strecke zu erreichen.

Die Ziellinie erreichen wir nur, indem wir wild boosten, springen, fliegen und gekonnt von unserer aktuellen Fahrbahn abspringen, um auf Decken und Wänden weiterzurasen. Das spielt sich ebenso ungewöhnlich wie es klingt. Und es ist ein kurzweiliger Actionspaß. Ob Distance am Ende dauerhaft motivieren kann, lässt sich jedoch noch nicht absehen. Der integrierte Leveleditor verspricht immerhin gratis Streckennachschub, sofern sich eine aktive Community bildet. Wir sind gespannt, wie sich Distance entwickeln wird.

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