Don't Starve - Britische Studie weist Placebo-Effekt bei Spielen nach

Ein britischer Universitäts-Professor hat nachgewiesen, dass der Placebo-Effekt auch bei Spielen funktioniert. Er ließ eine Testgruppe mehrere Runden Don't Starve in dem Glauben spielen, eine neue Version zu spielen, die das Spiel dynamisch anpasst.

von Manuel Fritsch,
12.10.2015 16:00 Uhr

Anhand von Don't Starve hat ein britischer Forscher nachweisen können, dass der Placebo-Effekt auch bei Spielen funktioniert.Anhand von Don't Starve hat ein britischer Forscher nachweisen können, dass der Placebo-Effekt auch bei Spielen funktioniert.

Der aus der Psychologie bekannte Placebo-Effekt funktioniert auch bei Video- und Computerspielen. Das hat der britische Professor Paul Cairns von der University of York in einer Studie mit dem Spiel Don't Starve an Probanden nachweisen können.

Der Versuchsaufbau war vergleichsweise einfach: Er ließ die Teilnehmer des Experiments zwei Runden des prozedural generierten Überlebensspiel von Klei spielen. Vor der zweiten Runde erklärte er den Testspielern jedoch, dass diese Runde eine neue Version des Spiels mit einer verbesserten Programmierung sei, die die Schwierigkeit des Spiels dynamisch anhand des Könnens des Spielers anhebt und die Karte entsprechend dem Verhalten des Spielers anpassen würde. Die Versuchspersonen spielten aber auch in der zweiten Runde nach wie vor die zufallsgenerierte Standard-Version von Don't Starve ohne jede Veränderung am Programmcode.

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Wie Cairns vermutete, nahm die Mehrheit der Testspieler den zweiten Durchgang deutlich anders war. Viele empfanden die zweite Karte als deutlich besser gestaltet, viele erwähnten den deutlich höheren Schwierigkeitsgrad und lobten die künstliche Intelligenz. Ein Gegenversuch mit 40 neuen Spielern mit jeweils einer Hälfte ohne Wissen um eine Veränderung und 20 mit dem Hinweis auf eine neue Version belegten den Versuch und die Wirkung des Placebo-Effekts. Auch dort war die Placebo-Gruppe überzeugt davon, dass die verbesserte KI (Künstliche Intelligenz) gut funktioniert.

Das Team um Paul Cairns präsentierte die Ergebnisse auf einer Konferenz in London und wiesen vor allem Spiele-Entwickler darauf hin, diesen Effekt mit einzurechnen, wenn Testgruppen gewisse Dinge vorab gesagt werden.

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