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DTM Experience im Test - Mehr Teaser als Experience

Rekordverdächtig: Die GTR-Macher von SimBin schrauben in gerademal zehn Monaten ein offizielles Rennspiel zur DTM-Tourenwagen-Serie zusammen. Mit vorhersehbarem Ergebnis im Test.

von Heiko Klinge,
14.12.2013 09:30 Uhr

DTM Experience - Trailer zum Lizenz-Rennspiel 1:45 DTM Experience - Trailer zum Lizenz-Rennspiel

Die DTM hat ein Problem: Ihr laufen die Zuschauer weg. Sowohl Besucherzahlen als auch TV-Einschaltquoten sind in der Saison 2013 um rund zehn Prozent zurückgegangen. Vor allem das jüngere Publikum interessiert sich immer weniger für den Tourenwagen-Dreikampf zwischen Mercedes, Audi und BMW.

Die DTM hat eine Lösung: Ein Computerspiel muss her, um die Jugend wieder für die Motorsport-Serie zu begeistern. Also werden Anfang 2013 die Racing-Spezialisten von SimBin beauftragt, bis zum Ende der Saison ein digitales Abbild der DTM zu programmieren. Eine ebenso gute wie logische Wahl, schließlich haben die Schweden mit der Race-Serie bereits die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTTC mehr als ordentlich umgesetzt.
Aber auch SimBin sind eben »nur« Spieleentwickler und keine Zauberer, und so liefert DTM Experience ziemlich genau das, was nach solch einer ultrakurzen Entwicklungszeit zu erwarten war.

Wo kaufen?
DTM Experience ist als digitaler Download auf www.dtm-experience.com erhältlich oder alternativ als DVD-Box bei diversen Online-Händlern, die aber ebenfalls nur einen Download-Code enthält (auf der DVD befindet sich lediglich die Demo). Vor der Installation ist sowohl eine Registrierung auf der Website erforderlich als auch eine Verknüpfung mit einem Steam-Account. Unverständlich: Obwohl es derzeit noch keinen Multiplayer-Modus gibt, verlangt DTM Experience zum Spielen eine permanente Online-Verbindung. Wer DTM Experience bis zum 31. März 2014 kauft, erhält kostenlos einen Season Pass dazu. Was dieser beinhalten wird, ist bis auf den bereits für das Frühjahr angekündigten Multiplayer-Modus allerdings noch unklar.

DTM Experience - Screenshots ansehen

DTM RaceRoom

Immerhin musste SimBin nicht bei Null anfangen, da sie bereits für ihr Free2Play-Experiment RaceRoom Racing Experience eine durchaus potente Rennspiel-Engine auf die Räder gestellt hatten. Entsprechend erbt DTM Experience deren Stärken und Schwächen. Auf der Habenseite stehen bis ins letzte Cockpitdetail originalgetreu modellierte Fahrzeuge, knackscharfe Streckentexturen, schicke Lichteffekte sowie ein wundervoll brachialer Motorensound, der die Nackenhaare bereits beim ersten Antippen des Gaspedals in die Senkrechte befördert.
Auf der Sollseite kosten spärlich gefüllte Zuschauertribünen ebenso Atmosphäre wie die lächerlich dünnen Unfall-Geräusche oder das nur rudimentär vorhandene optische Schadensmodell.

Diese Schwächen fallen dummerweise weitaus stärker ins Auge und Ohr als noch bei RaceRoom, weil echte DTM-Rennen nun mal vor teils mehr als 100.000 Zuschauern stattfinden und knallharten Vollkontakt-Motorsport liefern, bei dem es gefühlt in jeder zweiten Runde ordentlich kracht.

Der viel zu selten simulierte Alpen-Kurs von Spielberg zählt zu den absoluten Highlights im DTM-Kalender.Der viel zu selten simulierte Alpen-Kurs von Spielberg zählt zu den absoluten Highlights im DTM-Kalender.

Regeln zählen nicht

DTM Experience liefert sämtliche Teams, Autos und Strecken der bereits beendeten Saison 2013 - das reduziert naturgemäß den Neuigkeitswert. Auf der anderen Seite erlaubt dieses Vorgehen den Entwicklern, alle Details wirklich originalgetreu nachzubilden. Bei den Strecken und Autos sitzt selbst die Werbung zentimetergenau am richtigen Fleck, in der Cockpit-Ansicht greifen die Rennhandschuhe des jeweiligen Fahrers ans Lenkrad, Infos und Platzierungsanzeigen erscheinen im Original-Layout der TV-Übertragungen.

Ausgerechnet bei den spielerischen Details macht das offizielle Spiel zur DTM allerdings zu viele Kompromisse oder lässt Entscheidendes gleich ganz weg. So gibt es weder dynamisches Wetter noch Boxenstopps, beides wichtige Spannungsfaktoren der realen Rennen. Vom Flaggen-Regelwerk werden lediglich Verwarnungen und Durchfahrtstrafen für unerlaubtes Abkürzen umgesetzt, rüpelhafte Fahrweise bleibt dagegen ungeahndet. Da es auch kein Safety-Car gibt, haben Unfälle so bis auf den Zeitverlust und eventuelle Autoschäden keinerlei Auswirkungen auf Rennverlauf und -strategie.


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