Dungeon Siege 3 - E3 2010: Ersteindruck von der Messe

Der Entwickler Obsidian hat uns auf der E3 das Action-Rollenspiel Dungeon Siege 3 präsentiert.

von Michael Graf,
17.06.2010 08:34 Uhr

Am E3-Stand des Publishers Square Enix zeigte uns der Entwickler Obsidian (Neverwinter Nights 2, Alpha Protocol) die aktuelle Version des Action-Rollenspiels Dungeon Siege 3. Darin zieht man mit einem Helden in den Kampf gegen Monsterhorden, um ein im Chaos versunkenes Königreich zu retten. Moment: nur ein Held?! In den Vorgängern steuerte man doch eine Gruppe! In Dungeon Siege 3 schließen sich dem Recken zwar ebenfalls Begleiter an, die im Solo-Modus jedoch vom Computer gelenkt werden und automatisch kämpfen. Wie viele solcher Helfer man mitnehmen kann, steht noch nicht fest.

Der Clou: Im Mehrspieler-Modus dürfem andere Spieler in laufende Partien einsteigen und die KI-Begleiter übernehmen. Wer keine Lust mehr hat, steigt einfach wieder aus, damit die KI wieder die Kontrolle übernimmt. Das klingt ganz nett für Zwischendurch, allerdings geht damit der zentrale Motivationsmotor eines Rollenspiels flöten: die Identifikation mit dem eigenen Helden. Schließlich nimmt man die KI-Begleiter ja nicht mit in die nächste Partie.

Bei der Präsentation steuern die Entwickler ihren Helden mit dem Gamepad, denn Dungeon Siege 3 wird neben dem PC für die Xbox 360 und die Playstation 3 entwickelt. Wir gehen allerdings davon aus, dass man den Recken auf dem PC auch mit Tastatur und Maus lenken kann. So hackt sich der Krieger mit Rundum-Schlägen (gegen Gruppen) und Überkopf-Hieben (gegen Einzelgegner) durch die Monsterhorden. Mit seiner Begleiterin, einer Magierkriegerin, beherrscht er zudem Kombo-Attacken. Zum Beispiel zieht er eine Gegnergruppe an, und die Dame springt mittenrein, um die Viecher zu zerlegen. So soll jede Klassen-Kombination spezielle Kombos bieten.

Ungewöhnlich für ein Action-Rollenspiel: Die Handlung erzählt Dungeon Siege 3 mit Dialogen, in denen man zwischen mehreren Antworten wählen kann. Den Verlauf der Handlung wird das aber nicht groß beeinflussen, außerdem sind die Gespräche trotzdem simpel gestrickt. Übrigens: Obwohl Dungeon Siege 3 nicht mehr von Gas Powered Games, den Machern der Vorgänger, entwickelt wird, soll deren Chef Chris Taylor die Arbeiten zumindest beratend begleiten. Wir hoffen trotzdem, dass der Schwierigkeitsgrad diesmal über den eines interaktiven Bildschirmschoners hinausgeht.


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