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E3-Trends 2015 - Nostalgie und Markenmut

Die E3 2015 ist vorbei, wir listen die elf wichtigsten Trend der Spielemesse auf – von offenen Welten über Koop-Modi bis zur wunderbaren Nostalgie. Ein vermeintlicher Zukunftstrend spielt aber nur eine Außenseiterrolle.

von Michael Graf,
21.06.2015 08:00 Uhr

Die E3 2015 ist vorbei, Zeit für die Analyse: Was waren denn nun die Trends der Messe? Virtual Reality? Nein, wie erwartet spielten VR-Headsets in Los Angeles eine Nebenrolle. Auch Microsofts Augmented-Reality-Brille HoloLens absolviert zwar einen beeindruckenden Pressekonferenz-Auftritt und lädt zur nicht minder sehenswerten Halo-Demo, aber doch eher als Kuriosum am Rande. Klar, neuartige, immersive Spielerfahrungen sind dennoch ein Zukunftsthema und ganz nebenbei ungeheuer spannend (auch wenn Nintendo das anders sieht). Die große E3-Bühne gehört aber wie gehabt den klassischen Spielen.

Und davon gab's 2015 eine Menge zu sehen, und auch eine Menge spannende - es war eine überraschend gut Messe, vielleicht die beste seit Jahren! Zugleich ließen sich bei den Präsentation gewisse Gemeinsamkeiten feststellen. So wie auf der E3 2012, als jedes Spiel einen Bogen brauchte; auf der E3 2013, als der »Second Screen« per Zusatz-App plötzlich total angesagt war, oder auf der E3 2014; die uns mit HD-Neuauflagen alter Spiele bombardierte. Auch die E3 2015 hat so manche Trends offenbart, die die Spielebranche in den kommenden Monaten prägen dürften.

Alles zur E3: Artikel, News und Videos im Überblick

Trend 1: Offene Welten

Ghost Recon: Wildlands - Kokain und Waffen im Open-World-Actionspiel 5:16 Ghost Recon: Wildlands - Kokain und Waffen im Open-World-Actionspiel

Nein, dieser Trend ist weder neu noch überraschend, zieht sich aber auch auf der E3 2015 durch die Präsentationen wie das Wort »amazing« durch ein Interview mit Peter Molyneux: Ein Spiel von Welt muss selbige heutzutage öffnen. Das beeindruckende Ghost Recon: Wildlands, Sonys Roboter-Dino-Jagdspiel Horizon: Zero Dawn, Fallout 4 natürlich, Just Cause 3, Sniper: Ghost Warrior 3, Shenmue 3, Mass Effect: Andromeda, Assassin's Creed Syndicate, Mirror's Edge Catalyst, Rares Online-Piratenabenteuer Sea of Thieves, das neue Need for Speed, Final Fantasy 15, No Man's Sky und Kingdom Come: Deliverance - all diese Spiele sollen uns in mehr oder minder riesige Welten führen, in denen wir unsere Vorgehensweise selbst bestimmen.

Fallout 4 Fallout 4 ist sicherlich das prominenteste Open-World-Spiel der Messe – aber nicht das einzige.

Horizon: Zero Dawn Das PS4-exklusive Horizon: Zero Dawn schickt seine Spieler auf die Open-World-Jagd nach mechanischen Dinos.

Mass Effect: Andromeda Allzu viel weiß man noch nicht über das vierte Mass Effect – nur, dass es eine »Open-World-Erfahrung« bieten soll.

Sniper: Ghost Warrior 3 Sniper: Ghost Warrior 3 schickt seine Spieler erstmals in Einsätze in einer großen, komplett offenen Welt.

Ghost Recon: Wildlands Wildlands soll laut Ubisoft die größte Spielwelt bieten, an der man je gearbeitet habe. Noch dazu stehen den bis zu vier Koop-Spieler unterschiedliche Vorgehensweisen offen.

Mirror's Edge Catalyst Auch Faith rennt, springt und klettert nun durch eine offene Welt ohne Ladezeiten.

Denn genau darin liegt ja die Faszination offener Welten: Statt durch den Levelschlauch gespült zu werden, gestalten wir unser Abenteuer selbst, ziehen auf eigene Faust los. Freiheit ist das einzige, das zählt - eben nicht nur für Joachim Gauck und Marius Müller-Westernhagen, sondern auch für viele Spieler. Zumindest, wenn die Welten nicht nur mit seelenloser Sammelei gefüllt sind (Ja, Ubisoft, ihr seid gemeint! Und ihr, Bioware!).

Die Levels von Uncharted 4 sind zumindest etwas offener als die der Vorgänger.Die Levels von Uncharted 4 sind zumindest etwas offener als die der Vorgänger.

Und wenn die Welt schon nicht komplett offen ist, dann wird sie zumindest offener. Zum Beispiel in Uncharted 4, das zwar nicht so weitläufig ausfällt, wie Drakes anfänglicher Video-Panoramablick hoffen lässt, in bei der Auto-Verfolgungsjagd aber immerhin alternative Routen erlaubt und generell etwas »breiter« werden soll. Oder in Rise of the Tomb Raider, dessen Abschnitte zwei- bis dreimal so groß ausfallen sollen wie die des letzten Tomb Raider.

Auch Halo 5 dürfte seine Kampagnenlevels ein wenig öffnen (vier Koop-Spieler wollen ja Platz haben) und fährt im »Warzone«-Modus immerhin die größten Multiplayer-Karten der Seriengeschichte auf. Und Deus Ex: Mankind Divided sowie das neue Hitman passen mit ihrem traditionell freiheitlichen Ansatz sowieso perfekt in diese Trendschublade.

Trend 2: Singleplayer

Okay, Solospiele hat es immer gegeben und wird es immer geben. Dennoch wurden sie vor einigen Jahren schon fast für tot erklärt: Die Zukunft, hieß es, gehöre dem Multiplayer, am besten natürlich Free2Play. Umso überraschender - und erfreulicher - ist, dass die Einzelspieler-Erfahrung auf der E3 2015 ungewöhnlich stark im Fokus steht.

Fast alle namhaften Titel präsentieren sich von ihrer Kampagnen-Schokoladenseite: Fallout 4, Doom, Dark Souls 3, Just Cause 3, Uncharted 4, Deus Ex: Mankind Divided, Call of Duty: Black Ops 3, Rise of the Tomb Raider, The Last Guardian und viele mehr. Offensichtlich hat nicht nur Ubisoft endlich verstanden, dass es eben keine aufgepfropften Mehrspieler-Modi braucht, um den Reiz und die Langlebigkeit eines Spiels zu erhöhen, sondern vielmehr eine fesselnde Kampagne und eine möglichst offene Welt (siehe Trend Nummer 1).

Doom Durch Levels laufen und Dämonen wegballern? Na klar, das muss die Doom-Kampagne sein.

Just Cause 3 Just Cause 3 setzt wie seine Vorgänger auf chaotische Open-World-Zerstörung. Für Einzelspieler.

Call of Duty: Black Ops 3 Auch die Kampagne von Black Ops 3 gab's auf der Messe zu sehen – inklusive Neuerungen wie dem wählbaren Hauptcharakter.

Deus Ex: Mankind Divided Hoffentlich kommt niemals jemand auf die Idee, einen Multiplayer-Modus an Deus Ex zu flanschen.

Nicht umsonst wurden Story und Atmosphäre bei unserer Wertungssystem-Umfrage zu den wichtigsten Wertungskategorien gewählt. Selbst die Hoth-Spielszenen aus Star Wars: Battlefront sehen mehr nach Solospiel als nach Multiplayer aus, weil sie kaum Interaktion zwischen den Spielern oder Spielmechanik zeigen. Da geht es nicht um Kontrollpunkte, Klassen und Killstreaks, sondern um Stimmung. Und wer weiß, vielleicht sitzt irgendwo bei Dice gerade jemand, der sich maßlos ärgert, dass man Battlefront keine richtige Solokampagne spendiert hat. Geschähe ihm recht.

Doom - Alle E3-Spielszenen im Zusammenschnitt 15:37 Doom - Alle E3-Spielszenen im Zusammenschnitt


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