eBay - "PayPal ablehnen ist wie Heroin kaufen"

Nachdem eBay in Zukunft wohl nur noch PayPal als Bezahlmöglichkeit akzeptieren möchte und eBay Australien als Erstes mit der Umsetzung dieser Entscheidung beginnen wird, hielt das dortige Management ein öffentliches Meeting ab. Dort erklärte der lokale Vizepräsident von eBay, Simon Smith , dass PayPal die beliebteste und sicherste Zahlungsmöglichkeit für Käufer sei, und die somit zufriedenen Käufer auch gerne mehr als sonst bezahlen würden. Es sei schwer, Zahlungen über andere, relativ unsichere Möglichkeiten zu rechtfertigen. Diese Aussage sorgte für die ersten lauten Buh-Rufe, während zuvor schon eine recht negative Stimmung unter den Anwesenden aufkam. Auf die Frage eines Verkäufers, ob eBay den Verkäufern irgend einen Ausgleich für die entstehenden PayPal-Gebühren anbieten würde, erklärte Smith: "Ihr seid unsere Kunden, ihr zahlt die Gebühren. Ihr bezahlt dafür, dass die Käufer zu Ebay kommen, deswegen konzentrieren wir uns auf die Käufer. Und wir denken, PayPal ist seinen Preis wert". Auch für diese Aussage wurde er ausgebuht.

von Georg Wieselsberger,
10.05.2008 11:21 Uhr

Nachdem eBay in Zukunft wohl nur noch PayPal als Bezahlmöglichkeit akzeptieren möchte und eBay Australien als Erstes mit der Umsetzung dieser Entscheidung beginnen wird, hielt das dortige Management ein öffentliches Meeting ab. Dort erklärte der lokale Vizepräsident von eBay, Simon Smith, dass PayPal die beliebteste und sicherste Zahlungsmöglichkeit für Käufer sei, und die somit zufriedenen Käufer auch gerne mehr als sonst bezahlen würden. Es sei schwer, Zahlungen über andere, relativ unsichere Möglichkeiten zu rechtfertigen. Diese Aussage sorgte für die ersten lauten Buh-Rufe, während zuvor schon eine recht negative Stimmung unter den Anwesenden aufkam. Auf die Frage eines Verkäufers, ob eBay den Verkäufern irgend einen Ausgleich für die entstehenden PayPal-Gebühren anbieten würde, erklärte Smith: "Ihr seid unsere Kunden, ihr zahlt die Gebühren. Ihr bezahlt dafür, dass die Käufer zu Ebay kommen, deswegen konzentrieren wir uns auf die Käufer. Und wir denken, PayPal ist seinen Preis wert". Auch für diese Aussage wurde er ausgebuht.

Nach einigen weiteren Fragen, deren Antworten nur deutlich hörbare Unzufriedenheit erzeugten, lässt sich Smith zu einem seltsamen Vergleich hinreissen: "Wir erlauben keine unsicheren Methoden, genau wie es in dieser Demokratie nicht erlaubt ist, Heroin zu kaufen". Verkäufer, die sich genug für eBay interessieren, um an so einem Meeting teilzunehmen, zu erklären, dass ihre Ablehnung einer PayPal-Pflicht moralisch dem Kauf illegaler Drogen gleichkommt, scheint kein guter Schachzug gewesen zu sein. Letztlich verliessen die Besucher das Meeting mit dem Eindruck, dass eBay nur lächerliche oder beleidigende Argumente für eine PayPal-Pflicht vorbringen konnte - und dass eBay aufgrund der höheren Einnahmen durch die Tochterfirma PayPal auch den Verlust von Kunden in Kauf nimmt.


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