Electronic Arts - Gekeife mit »beleidigtem« Ex-Mitarbeiter

Es kracht zwischen EA und dem ehemaligen Vizechef der Mobile-Division. Nach ersten Attacken von Mitch Lasky legt jetzt EA nach.

von Michael Obermeier,
19.01.2010 10:25 Uhr

Noch vor kurzem hatte der ehemalige EA-Mitarbeiter Mitch Lasky (Bild) den Publisher nach Bekanntgabe von schlechten Quartalszahlen in seinem Blog öffentlich angegriffen. So sei Lasky zufolge »EA mit der falschen Kostenstruktur und den falschen Leuten im falschen Geschäftsfeld, glaubt aber trotzdem dass es ein einfacher zweijähriger Übergang von der Spielepackung zur digitalen Distribution sein wird«.

Jetzt bekommt Lasky Kontra von Electronic Arts: Jeff Brown, Chef der Unternehmenskommunikation, ahnt gegenüber der Website GamesBeat, weshalb Lasky so bissig über seinen ehemaligen Arbeitgeber schreibt. Brown: » Mitch sollte mal koffeinfreien Kaffee ausprobieren. Es ist nie leicht wenn man bei einem Job abgewiesen wird, aber die meisten Leute verfolgt das nicht noch drei Jahre später. Seit Mitch EA verlassen hat, hat Apple das iPhone erfunden, Facebook ist zur Spieleplattform geworden und EA Mobile ist der weltweite Marktführer.«

Jeff Brown, EAJeff Brown, EA

Jeff Brown zufolge sei Lasky nur scharf auf den Job von John Riccitiello - dem seit 2007 amtierenden Geschäftsführer von EA - und würde deshalb so sehr gegen die Strategie des Unternehmens wettern.

Mitch Lasky hatte 2005 sein Unternehmen Jamdat (bekannt durch das Handyspiel »Snake«) an EA – bis dahin ohne großen Einfluss im Mobile-Segment - verkauft. Die dadurch entstandene »Mobile and Online«-Division führte Lasky dann ein Jahr als Executive Vice President. Inzwischen ist er ein Partner beim Technologie Investment-Unternehmen Benchmark Capital.


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