End of Nations - Echtzeit-Strategie trifft Online-Rollenspiel

Die Empire at War-Macher von Petroglyph versuchen sich mit End of Nations an der Verschmelzung von Echtzeit-Strategie und Online-Rollenspiel.

von Daniel Matschijewsky,
30.08.2010 16:00 Uhr

Nach der Präsentation von End of Nations auf der gamescom können wir dem Entwickler Petroglyph nur jedweden Erfolg wünschen. Denn dem sich seit Jahren auf der Stelle drehenden Strategie-Genre fehlt es an Impulsen. Impulse, die das neue Werk der Empire at War -Macher geben könnte. Das ambitionierte Projekt verknüpft taktische Echtzeitschlachten mit der sozialen Komponente sowie der riesigen Welt eines Online-Rollenspiels.

Das Szenario

Schauplatz von End of Nations ist unsere Erde in etwa 50 Jahren. Die Wirtschaft ist (mal wieder) kollabiert und mit ihr die Regierungen, die Infrastruktur und das Militär gleich mit. Die so genannte Order of Nations erhebt sich aus der Asche dieses Chaos, um eine neue Weltordnung zu erschaffen - mit drastisch-radikalen Mitteln.

gamescom-Trailer zu End of Nations 1:38 gamescom-Trailer zu End of Nations

Ihr gegenüber stehen die Freedom Fighter, quasi die End of Nations-Interpretation des typischen Rebellenbildes typischer Endzeit-Szenarien. Überraschenderweise sollen Sie lediglich auf Seiten der Freedom Fighter kämpfen dürfen, die Order of Nations bleibt der KI überlassen. PvP-Schlachten wird es dennoch geben; Petroglyph erklärt diese Design-Entscheidung mit dem geschichtlichen Hintergrund, dass es auch innerhalb der Rebellen verfeindete Fraktionen gäbe.

Das Spielprinzip

Dreh- und Angelpunkt von End of Nations ist das stilvoll gestaltete Hauptmenü. Hier verwalten Sie Ihren Fuhrpark (die Panzer lassen sich sogar ähnlich wie in Need for Speed farblich umgestalten und mit Logos versehen), chatten mit anderen Spielern oder suchen auf der an Google Earth erinnernden Weltkarte nach aktuellen Schlachten. Ein Klick später sind Sie schon mitten im Geschehen und ziehen mit Ihren futuristischen Fahrzeugen und Infanteristen in den Krieg.

Basisbau wie in Command & Conquer 3 gibt es nicht, stattdessen sind die Scharmützel ähnlich wie in Dawn of War 2 auf schnelle Aktionen mit bereits auf dem Schlachtfeld stehenden Truppen getrimmt. Und ähnlich wie beim Relic-Konkurrenten gilt es, strategisch wichtige Punkte einzunehmen, um ein Ticketkonto zu füllen. Ob die Einheiten- und Kartenbalance funktioniert, bleibt indes abzuwarten. Dass aber bis zu 50 Spieler gleichzeitig um die Vorherrschaft kämpfen, sieht schon jetzt sehr spektakulär aus.

Das Rollenspiel

Erfüllte Missionen bringen Geld und Erfahrungspunkte, die Sie in den Ausbau und die Spezialisierung Ihrer Truppen stecken. Drei Charakterklassen - hier Commander genannt - stehen bislang zur Auswahl: Artillery, Strike und Tank, jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen. Cool: Ähnlich wie in World of Warcraft gibt es nicht nur »magische« Ausrüstungsgegenstände, sondern auch so genannte Waffen-Sets, die Ihnen - wenn Sie alle gesammelt haben - besonders starke Boni bringen.

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Wir sind gespannt, ob Petroglyphs Plan aufgeht und freuen uns bereits auf den kommenden Beta-Test. Ein wenig Geduld müssen Strategiefans aber noch aufbringen; der genaue Erscheinungstermin steht noch genauso wenig fest wie die Preise für das geplante Abo-Modell.


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