EndWar - Ubisoft zeigt erstmals Spielszenen

von Rene Heuser,
22.08.2007 15:59 Uhr

Kommt das erste Strategiespiel im Tom Clancy-Universum nun für den PC oder nicht? Die Entwickler von Ubisoft hatten auf der Games Convention als Antwort darauf nur ein vielsagendes "jein" parat. Entwickelt wird es derzeit nur für die Xbox 360 und Playstation 3. Wirklich ausschließen wollten sie eine PC-Version aber nicht und wir hoffen, dass aus dem "vielleicht" irgendwann dann ein "na klar doch" wird. Denn Endwar hat viele interessante Neuerungen, die sicherlich auch Strategiespieler auf dem PC gerne ausprobieren würden.

EndWar beginnt rund zehn Jahre in der Zukunft. Auf der Welt haben sich drei gleichstarke Supermächte herausgebildet: USA, Europa und Russland. Diese streiten sich um die letzten verbliebenen Energieressourcen und sind gewillt dafür auch die Waffen sprechen zu lassen. Das besondere daran: EndWar spielt nicht in irgendwelchen entlegenen Regionen, sondern in den Metropolen der Welt wie Paris, Washington oder Moskau. Wer also immer mal den Eifelturm zerlegen wollte, der wird in diesem Spiel viel Spaß haben, scherzten die Entwickler während der Präsentation.

Aufgeteilt ist das Spiel in drei Bereiche, einen Prolog zum Warmwerden, eine Einzelspieler-Kampagne vor dem Hintergrund des Dritten Weltkrieges und einen globalen Mehrspielermodus, bei dem jeder Einzelne Einfluss auf die Frontverläufe auf der Weltkarte hat. Der Prolog soll eine Art Tutorial mit sechs Missionen sein, in denen alle drei Fraktionen vorgestellt und der Weg in den Weltkrieg erzählt wird. Der Einzelspieler-Modus soll dann Hand in Hand mit dem Onlinepart gehen. Wie genau die Strategiekarte funktioniert, konnte Ubisoft auf der Messe noch nicht demonstrieren. Wahrscheinlich werden einmal am Tag alle Erfolge und Misserfolge der Spieler gesammelt, ausgewertet und danach die neuen Frontverläufe berechnet. Eine Spielerbegrenzung wie bei einem Online-Rollenspiel pro Server soll es nicht geben. Im besten Fall kommt es dann tatsächlich zu einem virtuellen Online-Krieg mit Zehntausend Spielern.

Natürlich können die nicht alle auf einer Karte kämpfen. In der Echtzeit-Schlacht wird dann sechs gegen sechs gespielt. Jeder Spieler kann dabei bis zu zwölf Bataillon übernehmen. In der Demo auf der GC waren dies Panzerverbände, Kampfhubschrauber oder normale Infanterie. Das Spielprinzip erinnerte stark an World in Conflict. Wobei die Beobachtungsansicht noch dichter an den Einheiten ist. Als Spielmodi soll es drei Varianten geben. Im klassischen Eroberungsmodus müssen Sie auf der Karte Kontrollpunkte einnehmen und halten. Kommt es zum EndWar, so bezeichnet Ubisoft die entscheidende Phase der Schlacht, können Sie dann auch Massenvernichtungswaffen oder Spezialangriffe einsetzen. Im Annihilation-Modus geht es weniger taktisch zu. Dort verfügt jeder Spieler über eine komplette Armee und muss versuchen den Gegner komplett auszulöschen. Im Grunde also wie ein Team-Deathmatchspiel bei einem Ego-Shooter. Die dritte Variante sind Spionage-Einsätze. Dort haben Sie dann nur sehr wenige Spezialeinheiten zur Auswahl. Mit diesen müssen Sie entweder feindliche Gebäude zerstören oder dies verhindern. Denn wenn Ihr Radarzentrum oder Ihre Luftwaffenbasis zerstört wird, können andere Spieler auf benachbarten Schlachtfeldern bestimmte Spezialangriffe nicht mehr anfordern.

Wie sich das Spiel wirklich steuern lässt, können wir vom reinen Zuschauen natürlich noch nicht sagen. Aber die Entwickler konnten alle Einheiten tatsächlich nur mit dem Headset kommandieren. Bisher versteht das Spiel nur Englisch; Deutsch und andere europäische Sprachen sollen aber folgen. Die Funktionsweise ist dabei sehr simpel. Sie sprechen eine die Einheiten per Codewort an, zum Beispiel "Gold" oder "Bravo", geben dann einen Befehl wie Angreifen oder Verteidigen und zum Schluss die Nummer des Ziels oder Sektors an. Durch das Kommando "Camera" wechselt man beispielweise zwischen den Einheiten oder wichtigen Punkten auf der Karte. Natürlich lässt sich das Ganze auch nur mit dem Gamepad steuern. Aber sollte das Spracherkennungssystem bei EndWar wirklich reibungslos funktionieren, wäre dies eine interessante Neuerung im Genre, die vor allem für Neueinsteiger und eher Action-orientierte Spieler hilfreich sein dürfte. Da Ubisoft als Grafikgerüst die Unreal Engine 3 benutzt, ist EndWar dann auch noch sehr schön anzusehen. Also noch ein Grund mehr, dass das Spiel für den PC erscheint und dort dann in seiner schönsten Pracht gespielt werden kann.


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