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Enslaved: Odyssey to the West im Test - Sklave der schlampigen Portierung

Das Actionspiel Enslaved: Odyssey to the West gilt als Konsolen-Kleinod. Auf dem PC reicht es für diese Weihen allerdings nicht, wie der Test zeigt.

von Petra Schmitz,
30.11.2013 10:40 Uhr

Enslaved: Odyssey to the West - Test-Video zum Action-Adventure 7:17 Enslaved: Odyssey to the West - Test-Video zum Action-Adventure

Moment mal! Enslaved? Das ist doch eine olle Kamelle! Stimmt. Zumindest für Konsolenspieler. Auf der Playstation 3 und der Xbox 360 wurde das Actionspiel von Ninja Theory nämlich schon 2010 veröffentlicht - und gilt unter denen, die es gespielt haben, als ein zu Unrecht von der breiten Masse verschmähtes Kleinod. Dieser Ansicht können wir uns nur anschließen. Die abenteuerliche Reise der jungen Trip und ihres bärbeißigen Begleiters mit dem Spitznamen Monkeys mag zwar keine Innovationsbäume ausreißen, unterhält aber mit einem schönen Spielfluss sowie einer fesselnden, oft gefühlvollen und am Ende sogar philosophischen Erzählung.

Auch wenn die Story für unseren Geschmack hin und wieder hinter Kämpfen und Klettereinlagen zu kurz kommt, haben wir das Heldenduo schon 2010 gerne begleitet. Umso mehr hat es uns gefreut, als der Publisher Bandai Namco eine PC-Umsetzung ankündigte. Die ist nun über Steam verfügbar und … enttäuscht. Obwohl das Spiel selbst an Qualität nichts verloren hat.

Wo kaufen?
Enslaved finden Sie aktuell nur auf Steam als Download-Titel. Einmal gekauft, ist das Spiel dauerhaft mit Ihrem Account verknüpft und kann nicht mehr weiterveräußert werden. Normalerweise kostet der Titel knapp 20 Euro, derzeit ist er im Herbst-Sale bis zum 3. Dezember für 15 Euro zu haben.

Orgiastische Postapokalypse

Die Zukunft liegt in Trümmern, allerdings in wunderschönen. Nach dem Dritten Weltkrieg hat sich die Natur peu à peu die Ruinen der Städte zurückerobert. Gras, Blumen und Bäume wuchern zwischen zerstörten Häusern. Über sattem Grün spannt sich ein fast schon lächerlich blauer Himmel. Enslaved setzt die Postapokalypse ungewöhnlich bunt und trotzdem stilsicher um, in dieser Endzeit sucht man deprimierendes Grau vergebens.

Trip Die junge Trip wurde von Sklavenjägern verschleppt. Nachdem sie sich befreit hat, will sie nur noch zurück in ihr Heimatdorf.

Monkey Monkey ist heimatlos, er muss sich Trip wider Willen anschließen und sie auf ihrer Reise begleiten. Aus ihm wird bald ein treuer Verbündeter.

Mitten im orgiastischen Farbenmeer unterwegs: das ungleiche Duo Trip und Monkey, beide frisch von einem Sklavenschiff entkommen. Es bleibt lange unbeantwortet, wer diese Sklavenschiffe, die darauf arbeitenden und durch Stirnbänder gefügig gemachten Menschen sowie die überall rumlungernden, stets gewaltbereiten Roboter steuert. Es ist halt so, Punkt! Hier versäumt es Enslaved lange, eine greifbare Bedrohung aufzubauen. Stellt uns aber quasi als Ausgleich am Ende eine spannende Frage nach Glück, Selbstbestimmung und Realität.

Was Enslaved im Gegensatz dazu aber nach anfänglichen Holpereien ganz gut hinbekommt: die wachsende Bindung zwischen den Helden zu zeichnen. Der muskelstrotzende Monkey, der sich Trip nur anschließt, weil sie ihn mit einem zuvor geklauten Sklavenstirnband manipuliert, wird nach und nach zum aufrichtigen Beschützer der jungen Dame. Und Trip, die in Monkey zuerst nur einen Zweckverbündeten auf der Reise in ihr Heimatdorf sieht, bietet dem heimatlosen Klotz später sogar ein neues Zuhause an. Dass die Sache mit der neuen Heimat nicht so einfach ist, wie die beiden sich das in Träumereien am Lagerfeuer ausmalen … logisch!

Befehle an die Sklaventreiberin

Zwischen den allesamt in Ingame-Grafik präsentierten Handlungsschnipseln gibt's reichlich Action. Wir steuern Monkey und verprügeln mit seinem Kampfstab und einigen leicht ausführbaren Kombos dutzendweise Roboter, wir schwingen uns affengleich von Ast zu Felsvorsprung zu Metallstrebe und wieder zurück, wir nehmen Trip huckepack und erklettern unter uns wegbrechende Gerüste.

Monkey kann sich mit seinem Kampfstab gleich mehrere gegner gleichzeitig vom Leib halten.Monkey kann sich mit seinem Kampfstab gleich mehrere gegner gleichzeitig vom Leib halten.

Obwohl wir dabei eigentlich dem Willen der jungen Dame unterliegen, geben wir als Monkey Anweisungen und befehlen Trip etwa, uns zu folgen, ein Ablenkungsmanöver zu starten, einen Brückenmechanismus zu betätigen oder schlicht uns zu heilen. Dass wir Trip ausgeliefert sein sollen, merken wir eigentlich immer nur, wenn unsere Begleiterin ins Gras beißt, denn dann gehen wir automatisch mit drauf. Das kommt aber selten vor, denn Enslaved ist ein vergleichsweise einfaches Spiel; die Upgrades für Gesundheit oder stärkere Angriffe, die wir mit eingesammelten Kugeln freischalten können, sind eher kosmetischer Natur, zumindest auf dem unteren und mittleren von drei Schwierigkeitsgraden.


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