Epic - »Raubkopierer haben uns zum Konsolen-Entwickler gemacht«

Software-Piraten machen laut dem Chef von Epic den Computer als Spieleplattform kaputt.

von Daniel Raumer,
18.05.2010 11:32 Uhr

Mike Capps, der Chef des Spieleentwicklers Epic, erklärt in einem Interview, warum seine Firma dem PC als Spieleplattform in der Vergangenheit zunehmend den Rücken gekehrt hat. Der Fokus seines Unternehmens liege eindeutig auf der Entwicklung für Konsolen, trotz Epics Vergangenheit als klassisches PC-Studio mit Spielen wie Unreal. Grund für diesen Wandel ist die Raubkopie-Rate bei PC-Titeln, die bei Konsolenspielen deutlich niedriger ist.

Mike CappsMike Capps

Capps wörtlich:»Wenn man vor ein paar Jahren in unsere Büros kam, war Epic eine PC-Firma. Wir haben einen Launch-Titel für die PlayStation 2 gemacht, alles andere war PC. Jetzt aber sagen die Leute: 'Warum haßt ihr den PC? Ihr seid eine reine Konsole-Firma'.
Und drei Mal dürfen sie raten, warum! Weil man mit Konsolenspielen Geld verdienen kann. Wir entwickeln immer noch für den PC, wir lieben den PC, aber wir haben die Auswirkungen der Softwarepiraterie bereits abgesehen: Sie hat viele unabhängige Entwickler sterben lassen und unser Geschäftsmodell komplett geändert.«

Capps ist der Meinung, dass die Zukunft des Computers als Spieleplattform in Browserspielen und Free-To-Play-Modellen liegen wird, die das für die Entwicklung nötige Geld durch Microtransactions einnehmen.
Große Titel wie Gears of War werde es von Epic in absehbarer Zeit nicht mehr auf dem PC geben.


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