Ex-CEO Steve Ballmer - Nur Microsoft kann mit Apple konkurrieren

In einem Interview mit Bloomberg hat der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer seine Ansichten zu Apple, Amazon und dem neuen Surface Book verraten.

von Georg Wieselsberger,
24.10.2015 11:30 Uhr

Steve Ballmer sieht Microsoft als einzigen wirklichen Apple-Konkurrenten. (Bildquelle: Bloomberg)Steve Ballmer sieht Microsoft als einzigen wirklichen Apple-Konkurrenten. (Bildquelle: Bloomberg)

Steve Ballmer ist als ehemaliger CEO und als aktuelle Großaktionär des Unternehmens noch immer gefragt, wenn es um das Thema Microsoft geht. In einem Interview mit Bloomberg sparte Ballmer zwar nicht an Lob für Apple, die es geschafft hätten, in nur wenigen Jahren zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufzusteigen, doch Microsoft sei inzwischen auch für Apple wieder eine Herausforderung, ebenso wie Samsung.

»Niemand sonst versucht noch, mit Apple zu konkurrieren. Wer fordert den Mac wirklich heraus? Wer fordert das iPad wirklich heraus? Da kann man eigentlich nur von Microsoft und Samsung sprechen«, so Ballmer. Microsoft habe eine gute Chance, gegen Apple zu bestehen. »Microsoft ist wirklich das einzige Unternehmen, das die Hardware- und Softwarefähigkeiten hat. Wenn es überhaupt eine Konkurrenz zu Apple geben kann, dann kommt sie von Microsoft.«

Trotzdem sieht Ballmer das neue Surface Book nicht als Konkurrenten für einen iMac oder ein iPad. Es sei nicht wichtig, einen Konkurrenten mit ähnlichen Geräten zu schlagen. »Wissen Sie, ein Surface Book ist weder ein iMac noch ein iPad. Es ist eine neue Kategorie. Es ist eine innovative Kategorie. Die Wahrheit ist doch, wer erreicht diese neuen Kategorien zuerst? Microsoft oder Apple«, so Ballmer. Nur diese beiden Unternehmen hätten die Fähigkeiten dazu.

Auch zu Amazon, das vor allem in den Bereichen der Cloud-Dienste und auch bei der Suche nach guten Mitarbeitern zu Microsoft in Konkurrenz steht, äußerte sich Ballmer. Viele Microsoft-Mitarbeiter hätten zwar zu Amazon gewechselt, kämen aber meistens nach ein bis zwei Jahren zurück. Der Grund dafür sei, dass Amazon »kein großartiger Arbeitsplatz« sei und deswegen niemand dort arbeiten wolle.

Quelle: Bloomberg

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