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Experimentelle Spiele - Alles außer gewöhnlich

Interaktive Poesie, pixliger Multiplayer-Hit und Armuts-Simulation – der Indie-Boom schafft Spiele, die sie sich kaum bewerten lassen. Wir stellen unsere Lieblinge vor.

von Johannes Rohe,
08.03.2014 09:50 Uhr

Experimentelle Spiele - Video-Special 9:46 Experimentelle Spiele - Video-Special

Computerspiele sind viel mehr alseine seichte Freizeitbeschäftigung. Um das zu wissen, müssen erfahrene Gamer nicht erst in den Spiegel schauen. Wir wissen, dass Spiele zum Weinen bringen, uns auf unglaubliche Reisen schicken und fantastische Geschichten erzählen können. Einige Spiele können sogar dabei helfen, persönliche Krisen und Krankheiten zu überwinden (mehr dazu lesen Sie im Kasten links). Kurz: Spiele können uns verändern.

Natürlich gehört es nicht gerade zu den umwälzenden Momenten unseres Lebens, in Call of Duty einen Panzer zu sprengen oder in Need for Speed in einen Brückenpfeiler zu krachen. Uns geht es vielmehr um Werke wie Gone Home, das die Erlebnisse einer jungen Frau erzählt, die ins verlassene Haus ihrer Eltern zurückkehrt. Oder Dear Esther, das unser Redakteur Jochen Gebauer im Test als »interaktive Poesie« bezeichnet hat.

Oft sind es Un-Spiele, die sich nicht an die Regeln halten und dabei auf Banalitäten wie Profitabilität keinen Wert legen. Große Publisher scheuen dieses finanzielle Risiko, deshalb sind es meistens unabhängige Teams, manchmal nur einer oder zwei Entwickler, die ihre ungewöhnlichen Ideen umsetzen. Klar, dass solche Mini-Studios in punkto Präsentation und Umfang oft deutliche Abstriche machen müssen. Statt bildschirmfüllender Explosionen gibt es Pixelgrafik, statt aufwändiger Vertonung schnöde Textfenster. Doch häufig macht gerade die Konzentration auf das Wesentliche solche Spiele so besonders.

Dabei treiben sie durch ihre Andersartigkeit unser Wertungssystem häufig an seine Grenzen, denn solche Spiele sind nicht selten sehr persönliche Erlebnisse. Sei es, weil ihre Thematik uns emotional berührt, wir sie gemeinsam mit Freunden erleben oder wir vor Lachen vom Stuhl fallen - während andere Spieler davor sitzen und ungläubig mit dem Kopf schütteln. Es sind Spiele, die polarisieren. Diese subjektiven Erfahrungen wollen wir daher auch nicht in einen Wertungskasten pressen. Deshalb stellen Ihnen unsere Redakteure »andere« Spiele vor, die sie ganz besonders bewegt haben, die sich aber nicht inklassische Genrekonventionen einordnen lassen - sie sind eben alles, außer gewöhnlich.

Serious Games
Einige Mediziner und Pädagogen haben das Potenzial von Spielen bereits erkannt und nutzen eigens entwickelte Spiele für ihre Zwecke - in den unterschiedlichsten Feldern und durchaus erfolgreich. Eine New Yorker Schule etwa unterrichtet ihre Schüler anhand eines Rollenspiels namens Quest to Learn, in dem die Schüler zum Beispiel NPCs beim Hausbau helfen und so Geometrie lernen. Das Spiel Re-mission hilft hingegen Krebspatienten beim Kampf gegen ihre Krankheit. Obwohl das spielerische Abballern von Tumor-Zellen nur eine psychologische Wirkung erzielt, ist der positive Beitrag zur Heilung wissenschaftlich belegt. Das Projekt VR-Pain Control geht einen ähnlichen Weg. Der Aufenthalt in einer virtuellen Eiswelt hilft Verbrennungsopfern dabei, ihre schmerzhafte Behandlung besser zu überstehen. Ein besonders bewegendes Beispiel für ein Serious Game ist That Dragon, Cancer, in dem der Software-Entwickler Ryan Green die Krebserkrankung seines Sohns verarbeitet. Das Adventure erscheint im Lauf des Jahres 2014 exklusiv auf der Android-Konsole Ouya.


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