Facebook-Sicherheitschef - »Adobe Flash soll endlich sterben!« (Update)

Adobe Flash soll laut Ansicht von Alex Stamos, dem neuen Sicherheitschef von Facebook, aus dem Web verschwinden.

von Georg Wieselsberger,
15.07.2015 07:41 Uhr

Der neue Sicherheitschef von Facebook will ein geplantes Ende für Adobe Flash.Der neue Sicherheitschef von Facebook will ein geplantes Ende für Adobe Flash.

Update: Aufgrund der vorhandenen Sicherheitslücken in Adobe Flash, die alle bisherigen Versionen betrafen, hat sich Mozilla dazu entschieden, Flash auf die Liste der blockierten Addons in Firefox zu setzten. Je nach Einstellung wird Flash nun nur noch nach Erlaubnis im Einzelfall oder überhaupt nicht mehr ausgeführt. Kurz darauf hat Adobe allerdings die Version 18.0.0.209 für Windows und Mac OS X und die Linux-Version 11.2.202.481 veröffentlicht, die Firefox bislang nicht blockiert.

Trotzdem könnte die aktuelle Lage bei Flash vielleicht wirklich der letzte Sargnagel sein. FSecure melden beispielsweise einen starken Anstieg von Flash-Exploits und den Einbau der entdeckten Sicherheitslücken in entsprechende Exploit-Kits. Dass die neue Flash-Version keine Lücken mehr aufweist, dürfte recht unwahrscheinlich sein.

Quelle: Mozilla, F-Secure

Originalmeldung: Adobe Flash war lange Zeit ein recht wichtiger Bestandteil des Internets, doch inzwischen ist dieses Browser-Plugin aufgrund der Fähigkeiten von HTML5 größtenteils überflüssig. Außerdem werden immer wieder neue und gefährliche Sicherheitslücken in Flash gefunden, die aber nicht immer veröffentlicht und teilweise als Einfallstor für Spionage- oder Schadsoftware verwendet werden. Zuletzt war bekannt geworden, dass zwei bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Sicherheitslücken in Flash für die Installation von Überwachungssoftware des italienischen Herstellers Hacking Team genutzt wurden.

Der neue Sicherheitschef von Facebook, Alex Stamos, ist erst seit einigen Tagen Mitarbeiter des sozialen Netzwerks und hat sich nun sehr klar für ein Ende von Flash ausgesprochen. »Es ist Zeit für Adobe, das Ende der Lebensdauer von Flash anzukündigen“, so Stamos. Außerdem sollte Adobe dann die Browser-Hersteller dazu auffordern, dass die Unterstützung für Flash am gleichen Tag produktübergreifend eingestellt wird.

Damit das auf diese Weise herbeigeführte Ende von Flash aber nicht zu größeren Problemen führt, kann sich Stamos durchaus eine lange Frist für den »Todestag« vorstellen. Selbst wenn dieser Termin mit 18 Monaten Vorlauf angekündigt würde, so sei ein festgelegtes Datum die einzige Möglichkeit, die vorhandenen Abhängigkeiten von Flash zu beenden und überall zeitgleich für Upgrades zu sorgen. Der Aufruf von Facebook, Flash endlich sterben zu lassen, dürfte durchaus Gewicht haben, denn immerhin hat das soziale Netzwerk selbst viele Flash-Spiele und deren Hersteller wie Zynga populär gemacht. Ob Adobe dem Wunsch von Alex Stamos erfüllen wird, ist nicht bekannt. Bislang gibt es noch keine Reaktion auf den Aufruf.

Quelle: Alex Stamos (Twitter)


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