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Facebook-Workshop - So starten Sie bei Facebook durch

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt: Wie legen Sie ein Facebook-Profil an? Welcher Profil-Typ ist der richtige? Und: Wie schützen Sie Ihre Daten bei Facebook?

von Sven Ohnstedt,
04.08.2011 16:43 Uhr

Was ist Facebook? Hand aufs Herz, wurde Ihnen diese Frage tatsächlich in den letzten Monaten gestellt? Wohl kaum: So ziemlich jeder, der auch nur ab und zu im Internet unterwegs ist, hat von der Plattform schon einmal gehört. Selbst Hollywood widmete der Idee von Mark Zuckerberg mit The Social Network unlängst einen ganzen Film. Facebook ist in der Tat vielseitig nutzbar: Treten Sie mit Freunden in Kontakt, gründen Sie eine Interessensgemeinschaft und suchen Sie nach Gleichgesinnten oder nutzen Sie das kostenlose Angebot, um Ihre Geschäftskunden auf dem Laufenden zu halten. Eine derart umfangreiche Umgebung neigt allerdings auch dazu, schnell unübersichtlich zu werden und Einsteiger mit der schieren Flut an Optionen zu erschlagen.

Wir möchten Sie bei Ihren ersten Schritten begleiten und erklären Ihnen anhand von ausführlichen Workshops und Schritt-für-Schritt-Anleitungen in mehreren Screenshot-Galerien, wie Sie Ihr persönliches Profil gestalten können. Informieren Sie sich darüber hinaus in mehreren Exkursen über die Datensicherheit und andere relevante Themen, die gerne in Bezug auf Facebook diskutiert werden.

Auf der Facebook-Seite von GameStar.de erfahren Sie Aktuelles aus der Redaktion.Auf der Facebook-Seite von GameStar.de erfahren Sie Aktuelles aus der Redaktion.

Facebooks Datenschutzrichtlinien

Soziale Netzwerke im Allgemeinen und Facebook im Speziellen stehen seit jeher in der Kritik, persönliche respektive vertrauliche Daten nicht ausreichend zu schützen. Sie stehen mitunter sogar im Verdacht, viele dieser Angaben bereitwillig preiszugeben. Das Interesse an den Profilen der Anwender scheint jedenfalls riesig zu sein: Man denke nur an die 240 Millionen US-Dollar, die Microsoft im Oktober 2007 für die vergleichsweise geringe Beteilgung von 1,6 Prozent an Facebook gezahlt hat. Zum Glück reagiert die Plattform einigermaßen defensiv auf Beschwerden der Nutzer und räumt Ihnen Möglichkeiten ein, die Verwendung ihrer Daten einzuschränken. Dieses geschieht im so genannten Opt-Out-Verfahren: Möchten Sie den Unternehmen die Nutzung untersagen, können Sie das weitgehend tun – Sie müssen es nur für jeden Einzelfall gesondert bestätigen. Bedenken Sie zudem, dass Facebook die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit ändern kann (siehe Punkt 9 der Richtlinien).

Im Detail sollte Sie diese mit Facebook verbundene Webseite besuchen und gemäß Ihren Wünschen die Platzierung der zahlreichen Cookies verbieten. Damit werden Einblendungen bezeichnet, die den eigenen Namen in Verbindung mit einem Produkt bringen und in dieser Form dem Freundeskreis präsentiert wird. Beispiel: Sie mögen eine Band. Facebook nutzt daraufhin die zur Verfügung stehende Werbefläche und schaltet im Profil eines Freundes eine Anzeige, dass Sie die Band mögen. Eine derartige Vorgehensweise können Sie unterbinden. Verwechseln Sie das jedoch nicht mit den Statusanzeigen auf Ihrer Pinnwand: Änderungen am Profil werden größtenteils automatisch protokolliert und können jederzeit wieder gelöscht werden.

Mit Facebook führt Mark Zuckerberg das größste soziale Netzwerk.Mit Facebook führt Mark Zuckerberg das größste soziale Netzwerk.

Da Facebook auf Werbeeinnahmen angewiesen ist, können Sie nicht jede Form von Werbung abschalten. Die Plattform speichert und nutzt Ihre Daten, um Ihnen personifizierte Anzeige schicken zu können. Das hierbei verwendete Verfahren basiert auf einer Zuordnung Ihrer Person in kategorisierte Zielgruppen: Sollten Sie beispielsweise 40 Jahre alt sein und AC/DC mögen, würden Sie in der Gruppe »Hard Rock« als eine Person im Alter zwischen 35 und 45 Jahren erfasst (wir kennen die genauen Gruppen und Altersspannen nicht, es schlicht ums Prinzip). Folglich dürfen Sie auch mit Werbung zu Alice Cooper und anderen artverwandten Künstlern rechnen (vergleiche ebenso Punkt 5 der Richtlinien). Weitere anschauliche Beispiele listet Facebook auf einer Infoseite auf. Davon abgesehen gibt Facebook an, die Daten zur internen Analyse und Marktforschung zu verwenden (ebenfalls Punkt 5 der Richtlinien).

Der sechste Punkt der Richtlinien räumt Facebook unter anderem das Recht ein, Ihre Daten eingeschränkt an Kooperationspartner zu übermitteln, damit diese das Unternehmen bei der Marktforschung unterstützen. So bekommt das externe Marktforschungs-Team mitgeteilt, dass beispielsweise 50 Millionen Benutzer ein Alter zwischen 35 und 45 Jahren aufweisen sowie dass insgesamt 20 Millionen Benutzer unabhängig von ihrem Alter »Hard Rock« mögen. Somit wäre es anhand dieser Informationen nicht mehr möglich, Ihnen individuell nachzuweisen, dass Sie tatsächlich diese Musik hören. Der Datensatz wäre also hinreichend anoymisiert. Da es bei solchen Verfahren zahlreiche Vor- und Zwischenstufen gibt, und mit jeder weiteren Maßnahme, die zu Ihrer Anyomität beiträgt, detaillierte Informationen verloren gehen, die Facebook nutzen könnte, steht die Frage im Raum, ob sich die Plattform tatsächlich an ihr obiges Versprechen gebunden fühlt.

Im Gegensatz zur internen Nutzung Ihrer Daten regelt Facebook den Zugriff durch Dritte vergleichsweise streng und zumindest vorrangig transparent (siehe Punkt 8 der Richtlinien): Anderen Firmen steht es frei, Applikationen für die Plattform anzubieten. Die Hersteller sind verpflichtet, Ihnen diejenigen Daten zu nennen, auf die Sie sich Zugriff erbitten. Sollten Sie dem nicht zustimmen, kommen der Anbieter der Applikation auch nicht an Ihre Daten heran. Stimmen Sie dem Zugriff dagegen zu, so stehen ihm Daten im Grunde auch für anderweitige Zwecke zur Verfügung. Überlegen Sie sich also im Voraus, ob Sie den jeweiligen Anbieter für vertrauenswürdig halten.

Schließlich merkt Facebook an, dass das Unternehmen nicht kontrollieren kann, wie andere Benutzer der Plattform mit Ihren Daten umgehen. Folglich warnt die Plattform vor inhärenten Sicherheitsrisiken beim privaten Informationsaustausch. Den einzig wirklich funktionierenden Schutz gegen einen derartigen Missbrauch stellt schlicht Ihre eigene Vorsicht dar: Stellen Sie nur diejenigen Personen Ihre privaten Angaben zur Verfügung, denen Sie einen sorgsamen Umgang zutrauen respektive definieren Sie individuelle Zugangsrechte. Auf den nächsten Seiten zeigen wir, wie Sie das bewerkstelligen.


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