Facebook & Twitter - US-Waffenlobby schweigt im Web nach Amoklauf in Newtown

Die National Rifle Association (NRA) hat sich nach dem Amoklauf in Newtown, USA, anscheinend entschieden, sich zumindest vorübergehend aus sozialen Netzwerken zurückzuziehen.

von Georg Wieselsberger,
18.12.2012 14:11 Uhr

Die mächtige US-Waffenlobby, vertreten durch die National Rifle Association (NRA), hat laut eine Meldung von The Telegraph ihre Facebook-Seite nach dem Amoklauf mit 20 toten Kindern und sechs toten Erwachsenen an der Sandy Hook Elementary School in Newtown, Connecticut, geschlossen.

Noch letzte Woche hatte die NRA auf Facebook 1,7 Millionen Likes gefeiert, scheint aber nun öffentlichen Diskussionen auf dem sozialen Netzwerk zum Amoklauf und den US-Waffengesetzen ausweichen zu wollen. Auch auf Twitter ist der offizielle Account der NRA mit mehr als 60.000 Followern verstummt, kann aber noch aufgerufen werden. Dort wurde noch am 13. Dezember stolz vermeldet, dass es in Florida bald eine Million registrierter Nutzer von Waffen gibt, die versteckt am Körper getragen werden können.

Für die NRA bedeuten mehr Waffen in den Händen der US-Bürger automatisch weniger Verbrechen, da »Kriminelle zwar Verbrechen verüben, aber nicht dumm sind und nicht erschossen werden wollen«. Diese Logik trifft zumindest auf Amokläufer nicht zu.


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