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Fantastic Four - Vier gewinnt

Nach Spider-Man, X-Men und einem gefühlten Duzend weiterer Superhelden-Filme kommt nun Marvels Comic-Klassiker Fantastic Four in die Kinos. Und wenn Sie nicht allzu überzogene Erwartungen an dieses Genre stellen, werden Sie durchaus Ihren Spaß haben.

von Rene Heuser,
14.07.2005 17:23 Uhr

Eines ist sicher: Wenn wir uns eine Comic-Verfilmung anschauen, erwarten wir keine tiefschürfenden Dialoge, Oscar-reife Schauspielkunst oder eine mehrschichtige Story, die uns noch nach Monaten zum Nachdenken anregt. Comics, wie auch ihre Adaptionen auf der großen Leinwand, sind nun mal meistens »Fast Food«. Egal ob Spider-Man, X-Men oder Hulk, alle sind gut gemachte Filme, die zu unterhalten wissen, tolle Effekte und viel Action bieten.

Die vier Hauptdarsteller vor dem Flug ins All: Michael Chiklis, Ioan Gruffudd, Jessica Alba und Chris Evans (von links nach rechts).Die vier Hauptdarsteller vor dem Flug ins All: Michael Chiklis, Ioan Gruffudd, Jessica Alba und Chris Evans (von links nach rechts).

Aber im Grunde greifen alle auf die gleiche, standardisierte Geschichte mit dem vorprogrammierten und unausweichlichen Happy-End zurück. Selbst das düstere und grandios inszenierte Batman Begins bricht aus diesem Schema nicht aus. Fantastic Four versucht zum Glück aber auch nichts anderes zu sein, als gut gemachte, leicht zugängliche Sommer-Unterhaltung.

Doomsday

Ohne Umschweife steigt Regisseur Tim Story in die Geschichte ein: Der geniale, aber finanziell bankrotte Reed Richards (Ioan Gruffudd) sucht verzweifelt einen Geldgeber für ein letztes großes Projekt und bittet den wenig sympathischen Victor von Doom (Julian McMahon) um Hilfe.

Johnny alias Human Torch (Die menschliche Fackel) testet seine neuen Fähigkeiten aus.Johnny alias Human Torch (Die menschliche Fackel) testet seine neuen Fähigkeiten aus.

Wie sich herausstellt, kennen sich die beiden aus alten Unitagen - und offenbar ist Victor nun mit Reeds alter Liebe Sue Storm (Jessica Alba) liiert. Die Crew für die geplante Weltraum-Mission komplettieren Reeds bester Freund und Ex-Shuttlepilot Ben Grimm (Michael Chiklis) sowie Sues jüngerer, draufgängerischen Bruder Johnny (Chris Evans). Wie in einer Kurzgeschichte kennen Sie nach wenigen Minuten alle Personen, die im Film von Bedeutung sind. In den nächsten gut anderthalb Stunden dreht sich alles um diese fünf Protagonisten und die Beziehungen zueinander.

Daher wird Ihr Sehvergnügen vor allem davon abhängen, ob Sie die Darsteller und die von ihnen verkörperten Superhelden mögen oder nicht. Glücklicherweise entwickelt sich der vermeintliche Außeneiter Ben schnell zum Sympathieträger des Vierer-Teams und gibt dem Zuschauer so einen Anker zwischen den bis dahin im Film wenig vertrauten Charakteren. Schauspieler Chiklis überzeugt auf ganzer Linie und ist sicher die Entdeckung des Films.

Ob gewollt oder nicht, Reed, Sue und Johnny bleiben stereotype Abziehbilder: das schüchterne Genie, die bildschöne Wissenschaftlerin und der selbstverliebte Extremsportler. Und welche Rolle der machtbesessene und selbstverliebte Victor spielt, ist ebenfalls bereits von der ersten Minute an klar.

Hat jemand Feuer?

Zurück zur Story: Die Fünf brechen also zu einer von Doom betriebenen Forschungsstation im Weltall auf, um einen seltenen Nebel mit kosmischer Strahlung zu untersuchen. Während Reed auf ein Heilmittel für Krankheiten hofft, verspricht sich Victor eine neue, nie versiegende Geldquelle für seine Firma.

Ben alias The Thing (Das Ding) im Gespräch mit einer Taube.Ben alias The Thing (Das Ding) im Gespräch mit einer Taube.

Natürlich kommt es anders als geplant und das Experiment endet in einer Katastrophe: Die Wolke überrascht das Team und setzt sie einer unbekannten Strahlung aus, die ihre DNA verändert. Zurück auf der Erde, stellen die fünf schnell fest, dass der Weltraum-Trip weitreichende Folgen für ihre Zukunft hat.

Reed kann seinen Körper beliebig verbiegen und seine Extremitäten meterweit ausdehnen. Sue wird abhängig von ihrer Gemütslage unsichtbar oder erschafft undurchdringliche Schutzschilder. Johnny verwandelt sich passend zu seinem Temperament zu einer menschlichen Fackel, während Ben zu einem orangefarbenden, golemartigen Wesen mit übernatürlichen Kräften mutiert. Erst langsam lernen die Vier, ihre Superkräfte zu kontrollieren, wobei sie durch die Rettung einer Feuerwehr-Crew schlagartig zu Medienstars avancieren. Welche besonderen Kräfte Victor erhält, wird an dieser Stelle nicht verraten. Wie bei den Vier anderen, spiegeln auch Dooms neue Fähigkeiten seine wahre Persönlichkeit wieder.

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