Festplatten - Magnetwirbel für schnellere und sicherere Festplatten

Wissenschaftler der Universität Bonn haben in der Zeitschrift Nature über ihre Entdeckung von links- und rechtsdrehenden atomaren Magnetwirbeln berichtet. Dabei sind Atome im Kreis angeordnet. Je nach magnetischer Ausrichtung des "Nordpols" ist der Wirbel, der sich nicht wirklich bewegt, rechtsdrehend (im Uhrzeigersinn) oder linksdrehend.

von Georg Wieselsberger,
15.10.2007 13:30 Uhr

Wissenschaftler der Universität Bonn haben in der Zeitschrift Nature über ihre Entdeckung von links- und rechtsdrehenden atomaren Magnetwirbeln berichtet. Dabei sind Atome im Kreis angeordnet. Je nach magnetischer Ausrichtung des "Nordpols" ist der Wirbel, der sich nicht wirklich bewegt, rechtsdrehend (im Uhrzeigersinn) oder linksdrehend.

Die Wissenschaftler haben für dieses in Lithiumkobaltphosphat gefundene Phänomen den Namen "Ferrotoroidizität" geprägt, angelehnt an den Begriff "Ferromagnetismus". Die mögliche technische Anwendung der Entdeckung zur Speicherung von Daten ist offensichtlich, rechts- oder linksdrehend steht dabei für 0 oder 1.

Da sich die Magnetrichtung der Wirbel jedoch durch elektrische Felder wesentlich schneller ändern lässt als beispielsweise die Polung der Beschichtung von aktuellen Festplatten, könnten die Magnetwirbel die Speichertechnik erheblich beschleunigen. Ausserdem sei durch die Verwendung von elektrischen Feldern statt Magnetfeldern auch mehr Datensicherheit gegeben. Bisher ist dies jedoch nur Theorie, denn aktuell können die Wissenschaftler die Drehrichtung nur lesen.


Kommentare(0)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.