Festplatten - 1000x mehr Daten mit Uran

Forscher der Universität Nottingham haben entdeckt, dass Uran-Atome das Potential haben, die Datendichte magnetischer Speicher zu erhöhen.

von Georg Wieselsberger,
30.04.2011 14:51 Uhr

Dr. Steve Liddle hat laut einer Pressemitteilung der Universität Nottingham ein neues Molekül entwickelt, das zwei Uran-Atome enthält und das Potential dazu hat, die Speicherkapazität magnetischer Speicher um ein Vielhundertfaches, vielleicht sogar um einen Faktor von mehreren Tausend zu erhöhen.

Dadurch wäre das Speichern großer Datenmengen auf extrem kleinem Raum möglich. Allerdings muss das neue Molekül auf sehr niedrige Temperaturen gekühlt werden, um die Magnetisierung nicht zu verlieren. Das verwendete abgereicherte Uran, das beispielsweise auch in panzerbrechender Munition verwendet wird, könnte in Zukunft vielleicht auch durch andere, nicht radioaktive Materialien ersetzt werden, die bei höheren Temperaturen funktionieren.

Bisher handelt es sich bei der Entdeckung von Dr. Liddle um reine Grundlagenforschung, zu der es auch ein Video auf YouTube gibt.


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