Filmindustrie: Prozesse "Zeitverschwendung" - "Piraterie"-Behauptung soll ausreichen

Die Filmindustrie hält die gerichtliche Überprüfung von Piraterie-Behauptungen für Zeitverwendung und fordert einen Provider auf, doch einfach alles "zuzugeben".

von Georg Wieselsberger,
19.05.2009 12:51 Uhr

In Australien wehrt sich der Provider iiNet bislang erfolgreich gegen mehrere Filmstudios, darunter Village Roadshow, Universal Pictures, Warner Bros, Paramount, Sony Pictures, 20th Century Fox Film Corporation und Disney. Die Rechteinhaber, vertreten durch die Organisation Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT), beißen sich jedoch bisher die Zähne an iiNet aus.

So weigerte sich der Provider, irgendwelche Schritte gegen seine Kunden aufgrund von Behauptungen von AFACT zu unternehmen und wurde deswegen verklagt. Die Vorwürfe, iiNet sei selbst der hauptsächliche Urheberrechts-Verletzer mussten vor Gericht bereits zurückgenommen werden und der Richter wies AFACT sogar an, dem Provider die Kosten zu ersetzen, die iiNet für diesen Teil der Klage entstanden waren.

Die restliche Klage umfasst den Vorwurf, dass der Provider für Verstöße seiner Kunden verantwortlich sei, was iiNet abstreitet. Neue Strategie von AFACT ist es nun, zu behaupten, man habe Zehntausende von Vorfällen über Copyright-Verstöße belegt, also solle iiNet aufhören, die "Zeit des Gerichtes zu verschwenden" und seine Verantwortung einfach eingestehen. iiNet-Boss Michael Malone erklärte daraufhin, dass iiNet gar nichts zugeben müsse. Wenn AFACT derartige Vorwürfe erhebe, sei es deren Pflicht, diese auch zu beweisen.

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